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Tipps für Tierfreunde

Freilauf bedeutet nicht gleich grenzenlos

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Hunden dürfen ohne Leine herumtollen, aber nicht ohne Grenzen. Foto: warfen

Viele Hundebesitzer gehen gerne mit ihren Hunden spazieren und nutzen die Möglichkeiten, bei denen der Hund frei laufen kann. Hierbei zeigt sich, wie stark die Bindung zwischen Hund und Hundeführer tatsächlich ist. Die Herausforderung ergibt sich aus dem Führen ohne Leine. In wie weit ist der Hund noch unter Kontrolle ohne dieses Hilfsmittel und ist seine Aufmerksamkeit immer noch auf den Hundeführer gerichtet?
Wird ein Hund von der Leine gelassen, sind immer wieder Szenen von grenzenlos herumstöbernden Hunden und wild herumschreienden Hundeführern zu beobachten. Ein fataler Fehler.
Hunde sollten lernen, dass auch das Freilaufen Grenzen beinhaltet, die sich sehr den Grenzen an der Leine ähneln. Eine optimale Vorrausetzung dafür ist eine gute Leinenführigkeit. Beherrscht der Hund das Laufen mit dem Hilfsmittel Leine, ist es einfacher für ihn und auch für den Hundeführer ohne Leine zu lernen – sozusagen eine unsichtbare Verbindung schaffen. Der Hund sollte nicht sofort weggeschickt werden, das könnte vom Hund falsch verstanden werden. Freilauf bedeutet nicht gleich weitwegbewegen. Er kann sich weiter vom Hundeführer entfernen, muss es aber nicht.
Eine gute Grundübung für den Freilauf ist die Schleppleine. Auf dem Boden schleifend kann der Hundeführer jederzeit durch Drauftreten eingreifen, sollte der Hund sich zu weit entfernen. Klappt dieser Schritt gut, kann die Leine komplett gelöst werden. Dies sollte unauffällig und ruhig passieren. Der Hundeführer geht locker und entspannt weiter. Kommt der Hund immer mal wieder unaufgefordert zum Hundeführer zurück, sollte er eine ordentliche Belohnung bekommen, gerne auch ein besonderen Leckerbissen. Das Zurückkommen muss vom Hund als etwas Tolles anerkannt werden. Der Hundeführer sollte zudem die Aufmerksamkeit von seinem Hund durch zwischenzeitliches Spielen oder Rufen erlangen. Die Stimmlage ist dabei immer fröhlich. Auch der Hundeführer sollte die gesamte Konzentration auf seinen Hund lenken. So könnte er eine Ablenkung des Hundes frühzeitig erkennen und ihn gegebenenfalls zu sich rufen.
Ist der Hund abgelenkt und kommt durch das Rufen zurück, sollte er umgehend belohnt werden. Ein wildes Hinterherschreien ist weniger sinnvoll. Der Hundeführer sollte erst rufen, wenn der Hund ihm kurz seine  Aufmerksamkeit schenkt.
Hilfreich zum Üben des Freilaufs sind vorerst eingezäunte Gebiete oder das Spazierengehen mit Hunden, die gut auf Kommandos hören. Bei Hunden mit Jagdtrieb ist es komplizierter. Ein Jagdtrieb verschwindet durch Training nicht für immer, kann aber besser unter Kontrolle gebracht werden. Sicherer ist es, solche Hunde nur in Gebieten ohne Wildbestand frei zu lassen.
Gutes und konsequentes Training zahlt sich bei jedem Hund aus und erspart dem Hundeführer anstrengende Situationen. Ein Spaziergang lässt sich gleich viel mehr genießen.

 

Tipp von
Anni Warfen; Hundeschule Anni Warfen
Weede-Söhren, Lindenstraße 1
Tel.: 04553/996700
E-Mail: info@hundeschule-anni-warfen.de
www.hundeschule-anni-warfen.de

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