Aus dem Geschäftsleben

Fernsehkoch Frank Rosin bringt neuen Schwung ins Bräustübl

von Gerald Henseler

Fernsehkoch Frank Rosin eilte Gastwirt Peter von Oepen (re.) zur Hilfe. Wie er die Zukunft des Bräustübls in Bad Segeberg sieht, zeigt ProSieben in der neuen Staffel von Rosins Restaurant. Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Das Bräu-stübl gehört zu den traditionsreichsten Gastwirtschaften in Bad Segeberg. Viele Jahre lang gehört der Humorist und Entertainer Günter Willumeit zu den Stammgästen. Während der Corona-Pandemie ist das Lokal ins Straucheln geraten. Inhaber Peter von Oepen, der das Bräustübl kurz vor der Pandemiezeit übernahm, rief daher den Fernsehkoch Frank Rosin zur Hilfe.

In der vergangenen Woche sah sich Rosin die Gastwirtschaft an. Was er dabei sah und welche Tipps er Peter von Oepen gab, das zeigt der Sender ProSieben in der neuen Staffel von Rosins Restaurant. „Ich bin Vollblutgastronom. Seit Jahren beobachte ich das Kneipensterben. Das tut mir weh“, sagt Frank Rosin. Der Fernsehkoch rät von Oepen, das Bräustübl zu einer Marke zu machen. Auf alte Traditionen könne man dabei nicht bauen, meint Rosin. Er setzt auf Wandel und moderne Grundlagen. Das Bräu-stübl müsse eine Mehrgenerationengastwirtschaft werden, meint der Fernsehkoch. Er hält nichts davon, dass fast jedes Lokal in der Saison einen Karl-May-Teller oder Winnetou-Burger serviert. Frank Rosin war kürzlich in Amerika. Dort kaufte er bei einer Apachi-Indianer ein gefülltes fritiertes Fladenbrot. „Das gab es mit verschiedenen Füllungen“, sagt Rosin. So etwas würde er zur Karl-May-Zeit anbieten. Zum Bräustübl passe das aber nicht. „Das muss authentisch bleiben“, sagt Rosin.

Das Gesundheitsbewusstsein der Kunden ist gestiegen. Das muss sich bei den Speisen widerspiegeln, meint Rosin. „Deftig geht auch ohne Fleisch“, sagt der Fernsehkoch. Dem Rheinländer vermittelte seine Großmutter die Leidenschaft für das Kochen. Die kam aus Polen. Als Schuljunge aß Frank Rosin am liebsten Königsberger Klopse. Peter von Oepen und Frank Rosin haben einige Gemeinsamkeiten. „Wir sind beide in Dorsten im selben Krankenhaus geboren worden. Unsere Väter hatten dieselbe Stammkneipe“, erzählt Peter von Oepen.

Von Oepen ist froh, dass der Fernsehkoch in das Bräustübl gekommen ist.  Einiges hat das Fernsehteam umgebaut. „Ich muss jetzt erst einmal wieder lernen, in meiner Küche zu laufen“, sagt von Oepen. In dieser Woche will er seine Speisekarte umschreiben und die Ideen Frank Rosin nach und nach umsetzen.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück