Aus dem Geschäftsleben

Ein Traum zerbröckelt

von Gerald Henseler

Bei Margarita Albers können Kunden bestellte Waren im Nähcafé abholen.  Foto: albers

Margarita Albers Traum von einem Nähcafé bröckelt dahin. Vor sechs Jahren eröffnete sie das Nähcafé Seidenfein in Bad Segeberg. 2019 schrieb sie erstmals schwarze Zahlen. Rücklagen konnte sie noch nicht erwirtschaften. Jetzt musste sie ihren Dispokredit erhöhen, um das Geschäft halten zu können. „Die Hilfsgelder müssen fließen“, fordert die Geschäftsinhaberin. Sie hat Fördermittel beantragt. Doch Geld ist bei ihr bislang nicht angekommen. „Ich kann nicht immer mehr Schulden machen. Das Geld muss ich schließlich zurückzahlen“, sagt Margarita Albers.

Im ersten Lockdown half ihr das Nähen von Alltagsmasken. Dafür hat sie spezielle Stoffe eingekauft. Doch jetzt dürfen die Stoffmasken beim Einkaufen und an vielen öffentlichen Orten nicht mehr getragen werden.

Die Minijobberin des Cafébetriebes hat Margarita Albers entlassen müssen. Als sie  den Cafébetrieb im Sommer öffnen durfte, fehlten ihr die Karl-May-Touristen. „Uns geht die Luft aus“, sagt die Geschäftsinhaberin. Sie fragt sich, wie lange sie den Laden noch halten kann.

Zum Konzept ihres Nähcafés gehören Nähkurse. Doch die darf Margarita Albers nicht anbieten. Zuhause näht nur ein kleiner Prozentsatz ihrer Kunden. Die meisten lieben das Nähen in Geselligkeit und haben zuhause keine eigenen Maschinen.

Click & meet würde ihr helfen. Dann könnten die Kunden die Stoffe  anfassen. Das ist vielen wichtig. Während des ersten Lockdowns hat das Nähcafé einen Online-Shop eingerichtet. Die online bestellten Waren können im Nähcafé abgeholt werden. ohe

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