Aus dem Geschäftsleben

E-Mobilisten laden in Kayhude jetzt grünen Strom

von Katja Lassen

Für E-Mobilisten ist ID-Net Solutions in Kayhude an der B432 jetzt eine gute Adresse. Die Geschäftsführer Adrian Ave (3. v. li.) und Nils Offer (re.) investierten in eine E-Ladesäule, die Eike Hendrik Jahn (HanseWerk) und Chris Albat (e.on) in der Metropo

Kayhude (kf). Der Kreis Segeberg ist wieder etwas elektromobiler geworden. In Kayhude wurde auf dem Parkplatz von ID-Net Solutions (Segeberger Straße 9 bis 13a) jetzt eine neue E-Ladesäule in Betrieb genommen. Sie verfügt über zwei Ladepunkte mit Mennekes-System.
„Damit setzen wir unsere Firmenstrategie, umweltbewusst zu sein, weiter fort“, sagt Nils Offer, der zusammen mit Adrian Ave bei ID-Net Solutions die Geschäfte führt. „Dabei spielt auch das Dokumenten-Management eine große Rolle. Wir digitalisieren und sorgen für papierlose Büros. Auf unserem Geschäftsgebäude ist eine Solaranlage installiert und so produzieren wir unseren Strom selber.“ Das erste Firmen-E-Auto, ein Renault Zoe, sei bei der Firma Lüdemann & Zankel bereits bestellt, wie Verkaufsleiter Klaus Kruse bestätigte. Das Fahrzeug würde bei normalem Gebrauch über eine realistische Reichweite von 300 Kilometern verfügen, ließ er wissen. Sobald die Akkutechnik ausgereift ist und die Reichweiten größer werden, soll die gesamte Fahrzeugflotte der insgesamt 21 Dienstfahrzeuge auf E-Mobilität umgestellt werden. Ein Mitarbeiter fährt bereits privat ein E-Fahrzeug und ein weiterer hat sich als Dienstfahrzeug für ein Pedelec der Marke Flevelo Orca entschieden, das seinen Akku jetzt auch bequem während der Dienstzeit laden kann.
Das haben sich die Geschäftsführer von ID-Net Solutions 4.000 Euro kosten lassen. Weitere 75 Prozent der Kosten werden durch den Kreis Segeberg gefördert.
Wer bei ID-Net Solutions sein E-Fahrzeug lädt, fährt mit grünem Strom wie der Energielieferant E.ON versicherte. In Sachen Elektromobilität läuft die Zusammenarbeit mit Hanse-Werk. Abgerechnet wird im Direct Payment System über die App E.ON Drive. Der Kunde zahlt pro Ladevorgang, unabhängig von der Menge der Kilowattstunden, einen Festpreis von 5,95 Euro. Es ist auch eine Ladung über Karte möglich, sofern sie das System unterstützt. Eine Vollladung dauert eine Stunde. Diese können die Fahrer bequem in benachbarten Gastronomiebetrieben über­brücken. Die Bedingungen seien also optimal, findet Nils Offer.
Auch Bürgermeister Bernhard Dwenger freut sich über die E-Ladesäule, die eine innovative Bereicherung für die Gemeinde Kayhude ist.

Kreis fördert E-Ladesäulen

Im Kreis Segeberg sind aktuell insgesamt 28 Ladesäulen in Betrieb. Davon wurden bereits vier über das alte Förderprogramm (2015 bis 2016) gefördert. Für die Errichtung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur stehen im Jahr 2018 bis zu 500.000 Euro, 2019 insgesamt 150.000 Euro und im Jahr 2020 100.000 Euro zur Verfügung. Der Kreis hat Zuwendungsbescheide für die Errichtung von 16 Ladesäulen im Rahmen dieser Förderung ausgestellt. Die Errichtung und Inbetriebnahme erfolgt nach und nach, sodass sich die Anzahl der Ladesäulen kurzfristig erhöhen wird. Um eine tatsächliche flächendeckende Ladeinfrastruktur zu erhalten, freut sich die Klimaschutzleitstelle des Kreises Segeberg über weitere Anträge, vor allem auch aus dem ländlichen Raum.
Kontakt:
klimaschutz@segeberg.de

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