Aus dem Geschäftsleben
Großes Kinowochenende nach Umbau und Erweiterung

Cine-Planet 5 feierte glanzvolle Eröffnung

von Dirk Marquardt

Kinochef Frank Häfner, Theaterleiter Stefan Schwabe und Holger Scheske (v.li.) freuen sich über das Boot, das in der neuen Titanic-Bar als Tresen dient. Fotos: mq

Bad Segeberg (mq). Der Rote Teppich war ausgerollt und die Gäste ließen sich nicht lange bitten. Schon kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr war das neue Cine-Planet 5 (CP5) am vergangenen Sonnabend in Bad Segeberg voll mit Besuchern – mehr als 600 waren es bis zum Nachmittag. Alle waren neugierig, wie die Inhaber Ute und Frank Häfner die Erweiterung ihres Kinocenters in der Oldesloer Straße innerhalb der vergangenen neun Monate umgesetzt haben.


Resonanz war überwältigend


Und die Resonanz war überwältigend. „Wir haben ein tolles Feedback erhalten“, sagt Theaterleiter Stefan Schwabe nach dem ereignisreichen Wochenende. Denn nicht nur die Eröffnungsaktionen waren sehr gut besucht. „Auch das erste reguläre Kinowochenende lief bestens“, sagt Stefan Schwabe.
Premium-Logen, modernste digitale Projektion und bester in Dolby 7.1 in allen sieben Sälen – es gibt keinen Grund mehr, in die großen Städte zu fahren, wenn man die neuesten Filme genießen möchte. Ute und Frank Häfner haben ihr Kino fit gemacht für die Zukunft. Das großzügige Foyer mit vielen Sitzmöglichkeiten, der Snackbereich mit bis zu fünf Verkaufsplätzen, die Titanic-Bar mit einem Boot als Mittelpunkt, die neue Ticketkasse – alles ist übersichtlich und durchdacht. In den sieben Sälen stehen insgesamt 710 Plätze zur Verfügung. Jeder Saal ist übrigens in den hinteren Reihen mit Premium-Logen-Ledersesseln ausgestattet, die noch mehr Platz und Beinfreiheit bieten.
All das honorieren die Besucher. „Schön, dass es so etwas in der Kleinstadt gibt“, freute sich Frank Jeguschke, der mit seinen Söhnen Mika und Tim zu der Eröffnung gekommen war – auch um sich zusammen mit den Star-Wars-Figuren der „German Garrison“ ablichten zu lassen. Gabi Greifenberger war begeistert und testete die neue Premium-Loge. „Wir gehen gern ins Bad Segeberger Kino. Jetzt ist es viel übersichtlicher“, sagte die Wahlstedterin. Beim Glücksrad-Drehen gewann ihre Tochter Miriam eine Freikarte und freut sich schon auf den nächsten Kinderfilm im CP5. Für Carolin Lüdemann ist die Anreise aus Stolpe kein Problem, weil das CP5 alles bietet, was sie von einem Kino verlangt. Da muss man nicht nach Preetz oder Kiel fahren.
Die neuen Möglichkeiten mit dem Foyer und der vorhandenen Technik will das Kino-Team nutzen, um in Zukunft Firmenevents und Sonderveranstaltungen wie Konzertübertragungen zu organisieren. „Vorpremieren sollen noch mehr zelebriert werden“, sagt Stefan Schwabe. Den Anfang macht das CP5 am heutigen Abend mit der Vorpremiere des zweiten Teils von „Fifty Shades of Grey“. Die beiden Säle sind nahezu ausverkauft, jeder Gast des Films wird mit einem Cocktail begrüßt.

Kino in der dritten Generation

Frank Jeguschke aus Westerrade nutzte mit seinen beiden Söhnen Mika (re.) und Tim die Möglichkeit, sich mit den lebenden Star-Wars-Figuren der „German Garrison“ fotografieren zu lassen.

Bad Segeberg (mq). Familie Häfner betreibt in der dritten Generation Kinos in Bad Segeberg. Auch in Zeiten, als es den Kinos in Deutschland nicht so gut ging, wurde in Bad Segeberg investiert und erweitert – von anfangs zwei Kinosälen in der Oldesloer Straße bis zum heutigen CP5 mit sieben modernen Sälen.
Bewegte Bilder gab es chon 1938 im Saal des Rehderhauses am Markt. Ute Häfners Großvater Wilhelm Rehder war der Betreiber des „Central-Lichtspieltheaters“, an dem später auch Tochter Helma mitwirkte. Das Lichtspieltheater ereilte 1968 das Aus. Zehn Jahre gab es in Bad Segeberg kein Kino. Helma Rehder hatte inzwischen Helmut Fölster geheiratet. 1977 eröffnete das Ehepaar Fölster das Kino in der Oldesloer Straße mit zwei Sälen. Seit 1991 wird das Haus von Tochter Ute Häfner (geb. Fölster) und Ehemann Frank geführt. 1999 kam der dritte Saal hinzu. 2003 wurde der vierte und fünfte Saal gebaut, dazu kam ein Event-Foyer. Das wich 2010 dem sechsten Saal. Im Jahr 2017 steht nun das neue CP5.
Kinofilme in der Kreisstadt ansehen – das blieb bis heute ununterbrochen attraktiv. Und mit der räumlichen Erweiterung des Gebäudes ist es möglich, den Kinogästen ein noch breiteres Programm und noch höheren Komfort zu bieten. „Letztendlich ist die gesamte Bemühung, die wie hier betreiben, ein Dankeschön für die Treue unserer Gäste“, sagt Frank Häfner.

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