Aus dem Geschäftsleben

Bad Segeberger Finanzamt bietet Auszubildenden viele Möglichkeiten Krisenfeste Jobs mit Familie gut vereinbar

von Gerald Henseler

Birte Hoppe erklärt Interessierten gern die Ausbildungsberufe beim Finanzamt. Die Fachbereichsleiterin ist unter der Rufnummer 0  45  51 / 5  41  05 zu erreichen und führt durch das Finanzamt.

Bad Segeberg (ohe). Acht Auszubildende zum Finanzwirt und sieben duale Studienplätze mit Ziel Diplomfinanzwirt bietet das Finanzamt Bad Segeberg im kommenden Jahr an. 30 Auszubildende durchlaufen derzeit die Ausbildungen zu beiden Laufbahnen.  Ein 14-köpfiges Ausbildungsteam begleitet die Berufsanfänger. Nach der Ausbildung ist eine sehr hohe Übernahmewahrscheinlichkeit gegeben. Zudem gibt es gute Entwicklungsperspektiven für junge Nachwuchskräfte. Die Zeiten, da Birte Hoppe, die Sachgebietsleiterin Ausbildung, unter einer Vielzahl von Bewerbern wählen konnte, sind vorbei.  „Wir kämpfen häufiger mit falschen Vorstellungen von unserem Berufsbild“, sagt Amtsleiterin Uta Geertz. Dabei bietet das Finanzamt Möglichkeiten, von denen viele Berufsanfänger träumen. Der Job beim Finanzamt ist krisensicher und kann nach der Ausbildung der jeweiligen Lebenssituation angepasst werden. „Wer Kinder hat, kann die Arbeitszeit bis auf ein Viertel reduzieren, alle anderen Beschäftigten bis zur Hälfte,“ erklärt Uta Geertz. Gleitzeit und Home Office machen die Arbeit familienfreundlich. Oben drauf bietet das Finanzamt  Jobtickets für den Öffentlichen Nahverkehr und ein vergünstigtes Jobrad. Angehende Finanzwirte bekommen bereits im ersten Lehrjahr 1.250 Euro brutto als Gehalt, angehende Diplomfachwirte 1.300 Euro brutto. Als zukünftige Beamte sind sie privat krankenversichert.

Gute Noten in Mathematik sind für Birte Hoppe keine Einstellungsvoraussetzung.  Das Rechnen übernehmen im Finanzamt heute die Computer. „Viel wichtiger ist gutes Textverständnis“, meint Uta Geertz.  Sie ist Juristin und weiß, dass es in Steuerangelegenheit auf die richtige Rechtsanwendung ankommt. Auch abstraktes Denken ist gefordert.

Wer Büroarbeit mag, der bringt beste Voraussetzungen mit. „Unsere Arbeit ist nie langweilig. In jedem Fall steckt Leben drin“, sagt Uta Geertz. Was die Finanzbeamten lesen und sehen, müssen sie allerdings für sich behalten.

Nach der Ausbildung  können sich die Finanzwirte oder Diplomfinanzwirte auf verschiedene Tätigkeitsschwerpunkte spezialisieren. Die Bearbeitung von Steuererklärungen und Einsprüchen, Betriebsprüfung oder Steuerfahndung sind Möglichkeiten. Auch der Weg ins Finanzministerium und die Mitwirkung an der Steuergesetzgebung ist denkbar.

Nicht nur Schulabgänger sind als Auszubildende willkommen. Immer häufiger bewerben sich Quereinsteiger wie Svenja Plein. Die Augenoptikermeisterin hat sich im Alter von 38 Jahren für eine Ausbildung beim Finanzamt entschieden. „Ich wollte eine neue Herausforderung. Die Arbeit beim Finanzamt bietet viel Abwechslung“, sagt sie. Luka Schwarting (18) wollte nicht länger zur Schule gehen und bewarb sich mit der Fachhochschulreife beim Finanzamt. Die Aussicht auf einen krisensicheren Job lockte Tom Linde (21) zum Finanzamt. Er hatte zuvor ein Studium begonnen. Für Janko Flägel (24) ist die Ausbildung beim Finanzamt bereits die zweite Lehrzeit. Er hatte zuvor eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann abgeschlossen. Auch Vivien Czapiewski entschied sich erst im zweiten Anlauf für die Ausbildung beim Finanzamt. Die Rechtslehre findet sie besonders interessant.

Wer sich selbst ein Bild von der Arbeit im Finanzamt machen möchten, den lädt Birte Hoppe herzlich ein. An einem Vor- oder Nachmittag führt sie Interessenten gern durch das Amt und erklärt die Ausbildungsberufe. Ein  Anruf unter der Rufnummer 0  45  51 / 5  41  05 genügt. Das Finanzamt bietet zudem Schul- und Wirtschaftspraktika an. Dabei können Interessierte noch mehr über die Arbeit von Finanzwirten und Diplomfinanzwirten erfahren.

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