Aus dem Geschäftsleben

Auch nach 50 Jahren klingelt der Wecker noch jeden Morgen um 6 Uhr

von Gerald Henseler

Die Auszubildenden Henrik Breese, Tobias Hoefer sowie Matthias Hansen, Bernd Kröger, Susanne Kahl Jürgen Sohrt und Heinrich Kramer gehören heute zum Team des Autohauses. Foto: privat

Heidmühlen (ohe). Mit über 200 Gästen feierte Heinrich Kramer 1995 das 25-jährige Bestehen seines Autohauses. Auch das 50-jährige Jubiläum hätte der Kraftfahrzeugmeister gern gefeiert. Bereits vor einem Jahr am 15. April jährte sich der Gründungstag des Autohauses zum 50. Mal. Die Feier nachzuholen war bislang nicht möglich.

In einem alten Schweinestall auf dem ehemaligen Krögerschen Hof in Heidmühlen machte sich  Heinrich Kramer 1970 selbstständig. Als Partner gewann er seinen Schwager Michael Krömer. Zwei Jahre später wurde Kramers Betrieb Renault Servicewerkstatt. Die Werkstatt florierte. 1977 zog das Autohaus in größere Räumlichkeiten. 1983 eröffnete Heinrich Kramer ein Renault Autohaus in der Rosenstraße in Bad Segeberg. In Heidmühlen erweiterte Heinrich Kramer den Stammsitz seines Unternehmens 1992 um eine 500 Quadratmeter große Halle.

Maßgeblich am Aufbau des Unternehmens beteiligt ist Jürgen Sohrt. Der Kraftfahrzeugmechanikermeister arbeitet bereits seit 49 Jahren in der Werkstatt von Heinrich Kramer. Heute allerdings nicht mehr täglich. Sein Hobby sind Oldtimer. In liebevoller Kleinarbeit restaurierte er sich drei Jahre lang einen Renault 4.

Im November 2011 verkaufte Heinrich Kramer sein Autohaus in Bad Segeberg. Damit wurde das Stammhaus in Heidmühlen wieder zur freien Werkstatt. Als Autoland-Partner repariert und wartet die Werkstatt Fahrzeuge aller Marken. Zudem bietet das Autohaus Neuwagen und Gebrauchtwagen verschiedener Marken an.

Trotz seiner Arbeit im Betrieb engagierte sich Heinrich Kramer ehrenamtlich für das Gemeinwohl. Rund 30 Jahre lang führte er als Obermeister die Kraftfahrzeuginnung des Kreises Segeberg.Auf seine Initiative hin gründete sich der Sportverein Heidmühlen, dessen Vorsitzender Heinrich Kramer viele Jahre war. Kramer gehörte der Gemeindevertretung an und unterstützte als Sponsor viele örtliche Vereine.

Großen Wert legt Heinrich Kramer auf die Ausbildung des Nachwuches für das Kfz-Handwerk. 1972 stellte er seinen ersten Lehrling ein.  Im Laufe der Jahre bildete er mehr als 50 junge Leute aus.

Obwohl Heinrich Kramer längst im Rentenalter ist, klingelt sein Wecker noch jeden Morgen um 6 Uhr. Ein Leben als Rentner ohne Arbeit kann er sich nicht vorstellen. Im Büro und in der Werkstatt ist Heinrich Kramer täglich dabei.

Heinrich Kramer hofft, dass sein Enkel Jacob den Betrieb einmal weiterführen wird. Der beginnt im August eine Lehre zum Kraftfahrzeugmechatroniker.

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