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Grundstein gelegt

Wissenschaftliche Zukunft erhält neues Zuhause

von Katja Lassen

Nach dem Versenken der Zeitkapsel schlossen die Mitarbeiter der Firma Lühn Bau das Podest. Der schwere Beton-Deckel trug die Aufschrift mit dem Datum der Grundsteinlegung.

Borstel (kf). Es sind gleich zwei Neubauten, die auf dem Campus des Forschungszentrums Borstel (FZB) gebaut werden und für die jetzt der Grundstein gelegt wurde. Mit dem Leibniz-Respiratorium entsteht ein zentrales und hochmodernes viergeschossiges Laborgebäude, das insgesamt 120 Mitarbeitern aus 14 Forschungsgruppen Platz bieten soll. Bund und Land fördern dieses Bauvorhaben in Höhe von 42,4 Millionen Euro zu gleichen Teilen und investieren damit in die Zukunft des FZB und die Stärkung des Standortes Borstel.

Auf 9.000 Quadratmetern sind neben modernsten Laboratorien ebenfalls Büros, Besprechungsräume, eine große Caféteria und die Tierhaltung untergebracht. Mit seinen Hochsicherheitslaboren stellt das neue Forschungsgebäude die zweitgrößte S3-Anlage (Sicherheitsstufe 3) mit integrierter Tierhaltung in Deutschland dar und bietet optimale Voraussetzungen, um auch weiterhin das Leitinstitut für Tuberkulose- und Asthmaforschung in Deutschland zu bleiben. In Borstel bietet sich der Forschung auch durch die benachbarte Klinik optimale Möglichkeiten. Die Inbetriebnahme ist für 2022 geplant. Dem Bezug der Laborgebäude im November 2022 geht eine abschließende Testphase voraus.

Etwas kleiner aber dennoch von großer Bedeutung fällt das ein- bis zweistöckige Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Mykobakterien mit knapp 1.400 Quadratmetern aus. Es wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit bestellt und ist seither am FZB beheimatet. Seit 1996 ist es zusätzlich als Supranational Reference Laboratory der World Health Organization (WHO) ausgezeichnet.

Um sich auch zukünftig dem Kampf gegen und der Überwachung von Tuberkulose (TB) stellen zu können, erhalten die 20 Mitarbeiter des Zentrums bis zur geplanten Fertigstellung im März 2021 ein neues und hochmodernes Laborgebäude der Sicherheitsstufe 3. Es bietet Platz für die gesamte Infrastruktur, die das Zentrum für die Untersuchung von jährlich 14.000 Proben aus aller Welt benötigt. Zudem werden am NRZ die Antibiotikaresistenzen erforscht, die Entwicklung verbesserter und schnellerer Diagnoseverfahren und neuer Wirkstoffe vorangetrieben und die Übertragungswege der TB in Niedrig- und Hochinzidenzländern untersucht. Die Baukosten für das NRZ belaufen sich auf elf Millionen Euro.

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