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Hugo Wulf ist seit 25 Jahren ehrenamtlicher Wetterbeobachter

Wetterextreme werden häufiger

von Gerald Henseler

Hugo Wulf aus Blomnath ist seit 25 Jahren ehrenamtlicher Wetterbeobachter. Franziska Ziska vom Deutschen Wetterdienst zeichnete ihn dafür mit einer Urkunde und einer Plakette aus. Foto: ohe

Seedorf-Blomnath (ohe). 65 Zentimeter hoch lag der Schnee am 5. Dezember 2010 im Vorgarten von Hugo Wulf. Am 17. Juli 2002 maß er an einem Tag 116 Milliliter Regen in seiner Wetter-station in Blomnath. Franziska Ziska, die Leiterin der regionalen Messgruppe des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg, hat alle Daten in ihren Unterlagen. „Ehrenamtliche Helfer wie Hugo Wulf sind für uns Gold wert“, sagt die Meteorologin. Für 25-jährige ehrenamtliche Mitarbeit für den Deutschen Wetterdienst zeichnete sie zusammen mit ihrer Kollegin Ulrike Siert Hugo Wulf mit einer Plakette des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer  aus. Auch Seedorfs Bürgermeister Gerd Lentföhr kam zum Gratulieren.

Am 1. August 1994 übernahm der Landwirt Hugo Wulf die Wetterstation von Heinrich Brandt. Der Lehrer hatte zuvor 40 Jahre lang die Wetterdaten im Seedorfer Ortsteil Berlin  ermittelt. „Für uns ist es sehr wichtig, zu sehen, wie sich das Wetter entwickelt“, sagt Franziska Ziska. Den rund 20 ehrenamtlichen Wetterbeobachtern in Schleswig-Holstein misst sie dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie liefern zuverlässig reale Daten. Regen misst der Deutsche Wetterdienst heute oft schon mit automatisierten Stationen. Doch Schneefälle können diese nicht zuverlässig messen.

Hugo Wulf macht die Aufgabe Spaß. In seiner Zeit als aktiver Landwirt hat er aus beruflichen Gründen stets das Wetter beobachtet. „Wetterextreme gab es immer. Doch heute sind sie deutlich häufiger“, meint Wulf. Franziska Ziska stimmt dem Wetterbeobachter dabei zu. An weiße Weihnachten glaubt Hugo Wulf in diesem Jahr übrigens nicht. Das hält er für sehr unwahrscheinlich.

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