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Westerrader Feuerwehrleute jetzt mit Defibrillator an Bord

von Marika Engeland

Wehrführer Thorsten Peters und Moritz Behrens zeigten, wie dieser im Ernstfall zu bedienen ist. Foto: me

Westerrade (me). Es zählt jede Minute, wenn eine Person wiederbelebt werden muss. Das weiß auch die Freiwillige Feuerwehr in Westerrade. Erleidet eine Person einen plötzlichen Herzstillstand, so hilft am schnellsten ein Defibrillator.
Als das Team des Einsatzleitwagens im vergangenen Jahr bei einem Notfall in Neuengörs versucht hat, eine Person mit Herz-Druck-Massage wieder zu beleben, war es für das Amt Trave-Land klar, auch für die Feuerwehr Westerrade einen Defibrillator anzuschaffen. Das Amt stattete die beiden Einsatzleitfahrzeuge damit aus. Die Feuerwehr in Westerrade schaffte daraufhin einen weiteren Defibrillator an, damit einer Person im Notfall schnell geholfen werden kann. Denn leider konnte der betroffenen Person in Neuengörs mit Muskelkraft nicht geholfen werden.
„Wenn es aber gelingt in Westerrade, auch nur einer Person das Leben zu retten, dann hätte sich das Gerät schon bezahlt gemacht“, sagte Wehrführer Thorsten Peters. Der hatte zuvor bei den ortsansässigen Firmen um eine finanzielle Unterstützung gebeten. „Als schließlich alle mitgemacht haben und wir die 1.700 Euro zusammen hatten, wurde der neue Defibrillator bestellt“, erzählte Peters. Zusammen mit Moritz Behrens, der Berufsfeuerwehrmann und Rettungssanitäter in Lübeck und zugleich Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr in Westerrade ist, veranstaltete Thorsten Peters eine Schulung für die Dorfbewohner.
Gleichzeitig machte er aber auch darauf aufmerksam, dass die Wes­terrader Feuerwehr unbedingt neue Mitglieder braucht. Allein in diesem Jahr habe er drei lang gediente Feuerwehrmänner in die Ehrenabteilung entlassen, so dass die Feuerwehr jetzt nur noch auf 24 Aktive kommt. Mit verschiedenen Aktionen wie zum Beispiel dem Maifeuer oder dem Feuerwehrmitmachtag am Sonnabend, 15. Juli, wolle man auf sich aufmerksam machen und neue eventuelle Mitglieder ansprechen.

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