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Brösels Revanche wird zum größten Motorsportfestival Europas

Werner Rennen: Triumph oder erneute Schmach?

von Gerald Henseler

Brösel kam auf seiner Waldfee zur Pressekonferenz.

Hasenmoor (ohe). Viel länger als 20 Sekunden dürfte das Rennen zwischen Rötger Feldmann alias Brösel und  seinem Kontrahenten Holger „Holgi“ Henze nicht dauern. Bei der Erstauflage des Werner-Rennens auf dem Flugplatz Hartenholm schaffte es Sieger Holgi im roten Porsche in dieser Zeit nach 600 Metern durchs Ziel. Henze und Feldmann wollen ihre Boliden aufrüsten. Noch schneller als vor 30 Jahren könnte damit der Höhepunkt des viertägigen Open-Air-Events auf dem Flughafengelände vorbei sein.
In der großen Halle des Flugplatzes lud Veranstalter Holger Hübner zur Pressekonferenz. Er war 1988 bei der Erstauflage des Rennens dabei. „Daraus entstand die Idee zum Wacken-Festival“, sagt Hübner, Chef des Wacken Open Air. Mindestens 50.000 Besucher erwartet er von Donnerstag, 30. August, bis Sonntag, 2. September, auf dem 46 Hektar großen Fes­tivalgelände in Hasenmoor. Brösels Revanche wird zum größten Motorsportfestival Europas. Rund 4.000 Teilnehmer liefern sich bei acht Rennserien  in 50 Klassen heiße Rennen. Dazu lassen es über 90 Bands auf vier Bühnen live richtig kesseln. Der Imitator und Comedian Matze Knop kommentiert als Supa-Moderator das Geschehen.  Dabei schlüpft er in verschiedene Rollen.
B 206 sechs Tage
lang voll gesperrt
Damit das Rennen nicht wie vor 30 Jahre in einem Verkehrschaos endet, hat Hübners Team ein umfangreiches Verkehrskonzept ausgearbeitet. Auf über 250 Tafeln wollen die Organisatoren zwischen Hamburg und Flensburg auf die Festivalzufahrten hinweisen. Die B 206 wird zwischen der Autobahnanschlussstelle Bad Bramstedt und dem Abzweiger L79 Richtung Heidmühlen sechs Tage lang voll gesperrt. Anlieger und Gewerbetreibende können per E-Mail an anlieger@werner-rennen.de Durchfahrtsscheine bestellen.
Während das Organisationsteam in der Halle noch Details erläutert und Aufnahmen des legendären Rennens im Jahr 1988 zeigt, cruisen Brösel auf der Waldfee und Holgi im Stockcar gemächlich über den Flugplatz. Nach der Schmach von 1988 setzt Brösel alles daran, seine Revanche zu einem Triumph werden zu lassen. Seine Niederlage erklärte Brösel damals mit einem Schaltfehler. Damit sich der nicht wiederholt, will sein Mechaniker Wolfgang Ussleber alias Ölfuß eine elektronische Schaltung in den Red-Porsche-Killer einbauen. Brösel kann dann die Gänge per Knopfdruck am Lenker wählen. Das von Ölfuß selbst kons­truierte Renneisen soll 160 PS auf die Piste bringen. Holgi will seinen Porsche 911 T auf 300 bis 400 PS aufrüsten.
Karten für das Motorsportfestival gibt es unter anderem in der Geschäftsstelle von Basses Blatt in Bad Segeberg in der Kurhausstraße 14.

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