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Wer einen Elektro-Herd hat, kann auch eine Wall-Box installieren lassen

von Gerald Henseler

Joachim Schulze-Wenck ist ein Befürworter von Elektro-Fahrzeugen. Er empfiehlt Gleichgesinnten, sich jetzt eine Wall-Box installieren zu lassen. Für seinen Hybrid nutzt er eine einfach Steckdose.Foto: ohe

Nahe (ohe). Schon in den 1970er Jahren beschäftigte sich Joachim Schulze-Wenck mit alternativen Antriebstechnologien für Autos. Der Ingenieur aus Nahe freut sich, dass heute mehr und mehr E-Fahrzeuge auf den Straßen zu sehen sind. Er weiß aber auch, dass das betanken eines E-Fahrzeuges nicht wirklich Spaß macht. „Das Preissystem ist zu undurchsichtig“, kritisiert  Schulze-Wenck, der selbst ein Hybrid-Auto fährt. Rund 300 verschiedene Firmen betreiben die Ladesäulen in Deutschland. Auf ein einheitliches System konnten die sich bislang nicht einigen. Die Strompreise schwanken extrem, um bis das Fünffache.

Vor der Anschaffung eines E-Auto sollte trotzdem niemand zurückschrecken, meint Schulze-Wenck. Denn wer zuhause einen Elektro-Herd nutzt, der kann sich auch eine Wall-Box installieren lassen. „Aktuell werden private Ladestationen je Ladepunkt mit 900 Euro gefördert. Die Förderung gilt für private Eigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Mieter und Vermieter“, sagt Joachim Schulze-Wenck.

„E-Herde benötigen je nach Ausstattung eine elektrische Leistung von 8 bis14 kW, wenn Backofen und Kochfelder gleichzeitig genutzt werden. Mit dieser Leistung wird ein durchschnittliches E-Auto, mit einer Batteriekapazität von rund 50 kWh, in fünf bis sechs Stunden völlig aufgeladen. Des Nachts wird der E-Herd in der Regel nicht benutzt, die nun freie Leistung kann gut für die Ladung von E-Autos genutzt werden, ohne den Stromanschluss des Hauses zu überlasten“, erklärt der Ingenieur.

Wer in einer eigenen Immobilie lebt, kann sich dank der Förderung kostengünstig einen eigenen Ladepunkt schaffen. Aber auch für Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften ist die Anschaffung zur Zeit sehr attraktiv.

Schulze-Wenck ist auch auf Langstrecken unterwegs und nutzt daher ein Plugin-Hybrid-Fahrzeug. „Hybrid-Fahrzeuge stehen oft in der Kritik“, weiß Schulze-Wenck. Doch wer die Batterie seines Hybrids vor Kurzstrecken regelmäßig lädt, fährt damit auf der sauberen Seite, meint Schulze-Wenck.

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