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Weihnachtsbaumproduzenten erwarten höhere Nachfrage

von Dirk Marquardt

Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, schaute in der Plantage von Jürgen Schümann (re.) beim Schlagen eines Weihnachtsbaumes zu. Foto: mq

Fuhlendorf (mq). Wer mit wem in diesem Jahr Weihnachten feiern darf, das lässt sich wegen der Corona-Pandemie jetzt noch nicht sagen. Eines aber ist sicher: Ein schöner Weihnachtsbaum gehört bei fast jeder Familie selbstverständlich dazu.

Beim bundesweiten Saisonstart für das Weihnachtsbaumschlagen auf dem Hof von Jürgen Schümann in Fuhlendorf bei Bad Bramstedt waren die Fachleute sogar optimistisch, dass rund zehn Prozent mehr Weihnachtsbäume verkauft werden. „Rund vier Millionen Haushalte in Deutschland werden wegen Corona nicht über Weihnachten verreisen. Sie bleiben zu Hause und stellen dann einen Weihnachtsbaum auf“, hoffte Graf Wolf-Oliver von Baudisin, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger, bei der Veranstaltung der Landwirtschaftskammer.

Ausreichend Bäume stehen zur Verfügung, denn in Schleswig-Holstein haben rund 20 Millionen Weihnachtsbäume ihre Wurzeln geschlagen. Das reicht, um alle 1,4 Millionen Privathaushalte im eigenen Bundesland zu versorgen. Aus der Region – für die Region ist damit im hohen Norden keine Werbehülse der hiesigen 200 Produzenten. „Und der Verbraucher bekommt für sein Geld eine hohe Qualität“, sagt Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer.

Die haben auch ihren Preis.„Weihnachtsbäume werden zwei bis drei Euro pro Baum teurer“, schätzt Dr. Jörg Engler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Weihnachtsbaumproduzenten. Zwischen 20 und 27 Euro muss der Verbraucher am Ende für einen frischen Baum zahlen. Insbesondere die Kosten für die Saisonarbeitskräfte sind wegen der gestiegenen Hygienestandards nach oben gegangen.

Jörg Engler weist zudem darauf hin, dass nicht alle auf den letzten Drücker ihren Weihnachtsbaum kaufen sollen. „Die Haltbarkeit der Bäume erlaubt es, schon Anfang Dezember einen Baum zu besorgen“, sagt Engler. Damit würde der Käuferandrang entzerrt.

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