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Weede anno dazumal

von gelieferte Meldung

Weede anno dazumal

Weede war früher ein kleiner Ort,
viele Bauern wohnten dort.
Zwei Kaufmannsläden, eine Meierei,
für jeden etwas zum Leben dabei.
Und was diese Läden vielleicht nicht hatten,
das hatte man auf dem Hof oder im Garten.
Für die Pferde, die es damals reichlich gegeben,
hatten wir einen Schmied, der konnte davon leben.
Und baute jemand an Haus und Hof etwas an,
dann hatten wir unseren Zimmermann.
Es gab keine Straßennamen wie heut’,
der „Postbüdel“ wusste sowieso überall Bescheid.
Keinen Trecker gab’s und keinen Abgasgestank,
denn nur Kühe und Pferde liefen die Straße entlang.
In fast jedem Haus wurde „platt geschnackt“,
wer das nicht verstand, der hat Pech gehabt.
Die Ernte fuhren wir mit dem Pferd und Wagen ein,
und jeder wollte der erste sein.
Die Erntekrone zeigte, die letzte Fuhre dann an
und abends wurde gefeiert, was das Zeug halten kann.
Eine Tageszeitung haben wir damals nicht gewählt,
am „Schwarzen Brett“ wurde abends das Neuste erzählt.
Ging man einmal im Dorf entlang,
an jeder Pforte einer zum Klönen stand.
Heute erlebt man sowas nicht mehr,
die Straßen im Ort sind menschenleer.
Der Zusammenhalt im Dorf war wunderbar;
wir hatten viel Spaß, und jeder war für jeden da.
Das war ein kleiner Einblick in die Vergangenheit.
Wie die Gegenwart aussieht, wissen hier alle Leut’.
Was die Zukunft bringt? Wer weiß das schon?
Wir hoffen erträglich und ohne Negativ-Sensation!

    von Elke Sorgenfrei aus Weede

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