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Vorsicht Feuer!

Was tun, damit der Tannenbaum nicht brennt?

von Katja Lassen

Wer möchte in der Weihnachtszeit schon Besuch von der Feuerwehr bekommen. Damit die Blaumänner nicht ausrücken müssen, gilt es, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu beherzigen. Foto: kf
Bad Segeberg (kf). Schöne Bescherung! Auf einmal brennt der Tannenbaum lichterloh. Erst waren es nur einige Tannennadeln, doch schon wenige Sekunden später steht der hübsch geschmückte Christbaum komplett in Flammen. Oft ist ein rasantes Übergreifen auf die Vorhänge oder Möbel nicht zu vermeiden. Die starke Rauchentwicklung erschwert die Löschversuche.
In der Weihnachtszeit sollte man auf einen Entstehungsbrand vorbereitet sein. Sofern kein Feuerlöscher vorhanden ist, kann ein großer Wassereimer oder eine Baumwolldecke in der Nähe der Kerzen schnelle Hilfe bieten. Den Brand sollte man aber nur dann bekämpfen, wenn es noch gefahrlos möglich ist. Besser über den Telefonnotruf 112 sofort die Feuerwehr benachrichtigen. Bei einem Wohnungsbrand gilt: „Alle fünf Minuten verdoppelt sich die Schadensmenge“, so Holger Bauer, Pressesprecher der Landesfeuerwehr.
Sofern noch möglich, sollten Fenster und Türen geschlossen werden, um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen. Oberste Priorität hat aber, sich schleunigst ins Freie zu retten. Rauchmelder warnen frühzeitig vor dem giftigen Brandrauch und ermöglichen eine rechtzeitige Flucht. Darum sollte man die „kleinen Lebensretter“ immer wieder auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfen.
Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein rät aber zu einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen, damit es gar nicht erst zu einer solchen Gefahrensituation kommt.
•Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen.
•Auch nicht „nur mal kurzfristig“ in das benachbarte Zimmer gehen.
•Achtung: Vor dem Verlassen des Raumes immer Kerzen löschen.
•Besondere Vorsicht gilt, wenn Kinder oder Haustiere dabei sind. Sie könnten durch Unachtsamkeit einen Brand auslösen oder sich schwer verbrennen.
•Niedergebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln. Kerzen rechtzeitig wechseln, damit sie nicht die leicht entflammbaren Materialien wie Tannennadeln oder Schleifen in Brand setzen können. Sehr empfehlenswert sind Sicherheitskerzen, denn die gehen zum Ende hin von selbst aus.
•Ausreichenden Abstand zu leicht brennbaren Materialien einhalten. Kerzen dürfen beispielsweise Gardinen, Dekorationen und Polstermöbeln nicht zu nahe kommen und müssen stabil in den Haltern stehen.
•Der standsichere Tannenbaumfuß sollte mit Wasser gefüllt sein. Das bringt zusätzliches Gewicht und verzögert die Austrocknung.
•Starken Luftzug im Raum vermeiden. Durch Kerzen, die Zugluft ausgesetzt sind, können leicht entflammbare Materialien schnell Feuer fangen.
•Kerzen nicht auspusten, sondern einen Kerzenlöscher verwenden. Glühende Dochtteilchen können auch noch nach Stunden einen Tannenbaum in Flammen aufgehen lassen.
•Elektrische Lichter sind wesentlich sicherer als „echte“ Kerzen.
•Beim Kauf sollte immer ein Produkt mit Sicherheits-Prüfzeichen (VDE, GS) gewählt werden. Moderne LED-Kerzen kommen „echten“ Kerzen optisch schon sehr nahe und sind eine sichere Alternative.
Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski weist darauf hin, Fettbrände nicht mit Wasser zu löschen. Das beliebte Fondue-Essen birgt Gefahren. Sollte das Fett sich entzünden, den Deckel auflegen oder mit Brandschutzdecke löschen. Auch hier sei das elektrische Fondue ratsam, da es keine offene Flamme gibt. Oberstes Gebot: „Ruhe bewahren und umsichtig handeln. Panik hilft keinem“, sagt er.

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