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Warum in die Ferne schweifen?

von Katja Lassen

In Baumzelten mit bis zu drei Personen übernachten, das ist auf dem Campingplatz „Weißer Brunnen“ in Wittenborn möglich, den Familie Ratajczak betreibt.Fotos: kf

Mözen (kf). Mit Beginn der Ferienzeit in Schleswig-Holstein starten viele in den langersehnten Urlaub. Durch Corona läuft dieser bei vielen anders ab, als ursprünglich geplant. Urlaub in Deutschland erfreut sich großer Beliebtheit und auch Campingurlaub liegt voll im Trend.

Das bekommen auch Tim und Liga Ratajczak zu spüren. Seit März 2019 betreiben sie den Campingplatz „Weißer Brunnen“ am Ufer des Mözener Sees in Wittenborn und erfreuen sich nach Ausfällen in der Corona-Lockdown-Zeit jetzt einer großen Nachfrage. Von den insgesamt 400 Stellplätzen sind knapp die Hälfte Dauercamper und 150 Touristenplätze. Außerdem vermieten sie zwei Mobilheime mit Seeblick, die stark nachgefragt und für diese Saison bereits ausgebucht sind. Wer mag, übernachtet in einem der fünf Schlaffässer oder wie Alina Kierylo und Lucas Weilandt in einem Camping Pod.

Aus Lüneburg hat es das junge Paar in den ersten gemeinsamen Urlaub nach Wittenborn verschlagen, da die beiden nicht so weit fahren wollten. Raus aus der Stadt, rein in die Natur war das Motto und beide fühlen sich bei bestem Wetter am See sehr gut aufgehoben. „Die Betreiber sind super lieb“, sagen sie. Entspannung finden sie beim Sonnenbaden oder einer Erfrischung im Mözener See, den sie beim Schwimmen, Stand-up-Paddling oder Tretboot fahren erkunden können.

Wer mag, nächtigt in einem der Baumzelte mit Blick auf den See oder in den Sternenhimmel.

Anderen wird bewusst, wie schön sie es vor der eigenen Haustür haben, denn sie wohnen dort, wo andere Urlaub machen. Und so buddelt die dreijährige Malou am Ufer des Sees eine Sandburg, während Mama frische Erdbeeren auf der Picknickdecke genießt und ihr Bruder im Wasser tobt. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt. Und zwar mitten im Basses-Blatt-Land.

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