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Außengastronomie darf vielerorts wieder öffnen

Viele Wirte wollen auf besseres Wetter warten

von Gerald Henseler

Die Bäckerei Bosmann in Wankendorf hat ihre Außengastronomie wieder geöffnet. Gäste kamen allerdings bislang kaum. Foto: ohe

Bad Segeberg/Plön (ohe). Seit Montag dürfen die gastronomischen Betriebe in den Kreisen Plön und Ostholstein wieder öffnen. Im Kreis Segeberg darf die Außengastronomie in dieser Woche noch nicht öffnen. Den meisten  Gastwirten ist die Öffnung aufgrund der unbeständigen Wetterlage  noch zu früh. „Auf dem Hof Viehbrook werden wir die Außengastronomie erst zum  1. Mai öffnen. Die Wetterlage ist uns im April noch zu unsicher und dann ist es so schwer planbar. Aber dann ist bei uns im Außenbereich, im schönen Bauerngarten, viel Platz und frische Landluft und es gibt leckere Speisen“, teilt Kirsten Voß-Rahe vom Hof Viehbrook in Rendswühren (Kreis Plön) mit.

Auch Leibers Hotel in Dersau (Kreis Plön) wird die Außengastronomie zur Zeit noch nicht öffnen. „Im Moment sind wir noch sehr unsicher, wie es weitergeht. Wir werden wahrscheinlich erst unsere Terrasse öffnen, wenn gleichzeitig die Hotelzimmer belegt werden dürfen und/oder ordentliches Wetter ist. Auch scheint die politische Entscheidungsfindung noch weitgehend unerledigt zu sein, deshalb vertrauen wir nicht in die Zuverlässigkeit irgendwelcher Planungen“, erklären die Inhaber Friederike und Wolfgang Leiber.

Sofort öffnen will die Küstenscheune in Gnissau. (Kreis Ostholstein) „Wir denken, dass es zwingend notwendig ist, die Außengastronomie zu öffnen. Bei uns ist es vielleicht zweitrangig, da wir nicht ausschließlich davon leben, aber für viele Betriebe wäre es das Ende, wenn sie weiter keinerlei Einnahmen haben würden. Unter Einhaltung der Auflagen und unter „freiem“ Himmel, sehen wir nicht die Probleme, das Ansteckungsrisiko sehr gering zu halten. Die Gastronomen in Schleswig-Holstein sind super aufgestellt, vorbereitet und verantwortungsbewusst. Wahrscheinlich ist es sicherer, im professionellen Rahmen sein Essen/Getränke zu genießen als hinter verschlossenen Türen. Voraussetzung ist immer, die Einhaltung der Auflagen. Wir würden sofort öffnen, denn wir freuen uns auf unsere Gäste“, sagt Inhaber Björn Ole Pörksen. Die Außengastronomie ist bei ihm an einen Hofladen angegliedert.

Schlüters Hotel und Restaurant in Wankendorf  (Kreis Plön) wird die Außengastronomie vorerst nicht öffnen. „Unsere Terrasse ist nicht überdacht, was sollen wir mit den Gästen machen, wenn es mal wieder schneit oder regnet? Reinlassen dürfen wir die Gäste ja nicht! Des Weiteren ist es nicht wirtschaftlich mit 16 Plätzen, die wir noch mit dem Mindestabstand haben. Und in 14 Tagen müssen wir die Außengastronomie wieder schließen, weil der Inzidenzwert in Schleswig Holstein über 100 liegt“, erklären die Inhaber Andreas und Sabine Schlüter.

Mit einem abgespeckten Programm hat die Bäckerei Bosmann in Wankendorf (Kreis Plön) ihre Außengastronomie wieder geöffnet. „Heute  hat das Angebot noch niemand genutzt“, erklärt Bäckermeister Hubertus Bosmann am Montag zur Mittagszeit. Er glaubt, dass es vielen zu kalt ist. Außerdem seien die Gäste sehr vorsichtig. Das sonst beliebte Frühstücksbuffet bietet die Bäckerei noch nicht an. „Dafür ist der Aufwand zu groß“, erklärt Hubertus Bosmann.

Die Gastwirte im Kreis Segeberg hat das Land vorerst von der Lockerung ausgeschlossen. Obwohl die Inzidenz am Freitag wieder unter 100 sank, dürfen sie die Außengastronomie noch nicht öffnen. Lutz Frank, der Vorsitzende des Segeberger Kreisverbandes im Deutschen Hotel und Gaststättengewerbe (Dehoga), bedauert dies. Solange das Wetter nicht mitspielt, macht die Öffnung der Außengastronomie wenig Sinn, räumt Frank ein. Ob sich die Öffnung lohnt, müsse jeder Betrieb für sich entscheiden.

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