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Verkaufsoffener Sonntag: Der große Besucheransturm blieb aus

von Petra Dreu

Der Verkaufsoffene Sonntag lockte am vergangenen Wochenende nicht so viele Kunden in die Bad Segeberger Innenstadt.

Bad Segeberg​ (pd).  Das Wetter war gut. Es hätte für einen sonntäglichen Einkaufsbummel kaum besser sein können. Beim viel diskutierten Verkaufsoffenen Sonntag mitten im Corona-Teil-Lockdown jedoch war alles anders. Längst nicht so viele Besucher wie sonst nutzten den Shopping-Sonntag. Diejenigen, die trotzdem kamen, hielten sich dafür fast ausnahmslos an die Maskenpflicht.

Auf einer Bank hatten Marion Wulf, Iris Matzen und Wolfgang Kenner nach dem Klamottenkauf eine Kaffeepause eingelegt. „Ich hatte auch erst Bedenken, ob wir in die Stadt gehen sollten. In der Woche gehe ich gar nicht mehr raus. Man hört so viel und man liest so viel. Die Angst vor dem Coronavirus ist auf jeden Fall da. Die Leute haben auch noch gar keine Lust, für Weihnachten einzukaufen“, sagte Marion Wulf.

„Die Kunden kommen schubweise, mal mehr, mal weniger. Beim letzten Verkaufsoffenen Sonntag am 6. Oktober waren es doppelt, wenn nicht sogar dreimal so viele Kunden“, bedauerte Heike Mester, die bei C&A gerade die Weihnachtspullover zusammenlegte. Anett Schettig hatte in der Modeboutique Hold die gleiche Beobachtung gemacht: „Sonst brannte bei uns spätestens um 13 Uhr die Hütte. Der Kundenandrang heute ist mit einem normalen Verkaufsoffenen Sonntag überhaupt nicht zu vergleichen. Es fehlen die Buden, an denen die Leute stehen bleiben, um einen Glühwein zu trinken, eine Wurst zu essen oder sich einfach nur zu unterhalten.“

Reißenden Absatz fanden auf dem Marktplatz dafür die Adventskalender des Lions Clubs Bad Segeberg-Siegesburg. „Wir haben hier den letzten Rest. Dann gibt es nur noch welche bei Famila und in der Südstadt-Apotheke“, verriet Heinz Sandbrink, der zusammen mit Kai Glage die Stellung hielt. Dr. Ulrich Benthin kaufte zusammen mit Guiliana und Samantha gleich vier Exemplare. Die Tüte Mutzen, die das Trio gerne genascht hätte, gab es wegen der Corona-Einschränkungen hingegen nicht. Aus der Apfeltasche bei Michely als Ersatz wurde auch nichts, denn die Tür der Bäckerei war zu, die von weiteren Läden ebenfalls. Schließlich versuchten sie in der Bäckerei Gräper ihr Glück. Sie hatte wenigstens auf.

Bürgermeister Dieter Schönfeld nutzte zwei Wochen vor der Bürgermeister-Stichwahl die Gelegenheit, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Mit Geschäftsmann Volker Albers, Erwin Prochnow und Jens Lichte suchte er nach einer Lösung für das Toilettenproblem in Coronazeiten. „Wir brauchen eine öffentliche Toilette in der Fußgängerzone“, forderte Volker Albers. An diesem Sonntag habe die WfS nicht nur die Kontrolle der Maskenpflicht übernommen, sondern am Ende der Fußgängerzone bei Kik auch einen Toilettenwagen aufgestellt. Eine Dauerlösung sei das aber nicht.

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