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Trappenkamp bekommt ein neues Gewerbegebiet

von Gerald Henseler

Harald Krille und Werner Schultz glauben, dass die Erschließung des neuen Gewerbegebietes im Frühjahr 2020 beginnt.

Zwei Unternehmen haben bereits bei Bürgermeister Harald Krille angefragt. Beide möchten sich in Trappenkamp niederlassen. 22 Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe wollen sie schaffen. Um diesen und weiteren Unternehmen die Ansiedlung in Trappenkamp zu ermöglichen, will die Gemeinde ein neues Gewerbegebiet schaffen. In einem ersten Plan hat die Gemeinde ein 29 Hektar großes Gebiet zwischen dem Katenlandsweg und der Autobahn 21 als Gewerbegebiet zeichnen lassen.
Ob der Plan so wie er vorliegt umgesetzt werden kann, daran zweifelt Harald Krille allerdings. „Ein Grundeigentümer verlangt völlig überzogene Preise“, sagt Krille. Er hat dem Landwirt auch einen Flächentausch angeboten. Doch daran ist dieser nicht interessiert. Verwerfen will die Gemeinde ihre Planungen trotzdem nicht. Bürgermeister Harald Krille und Gemeindedezernent Werner Schultz haben bereits einen Plan B in der Tasche. Dann wird das Gewerbegebiet etwas kleiner und bekommt neben der Zufahrt über den Katenlandsweg eine weitere über die Ricklinger Chaussee.
Der Bebauungsplan liegt bereits vor. Krille rechnet damit, dass im Herbst Baureife erreicht wird. „Dann werden wir den Winter für Ausschreibungen nutzen“, meint Schultz. Im Frühjahr 2020 soll dann die Erschließung beginnen.
Die Schaffung von Gewerbeflächen ist ein Bestandteil im Entwicklungskonzept der Familiengemeinde Trappenkamp. „Wohnen und arbeiten in einem Gebiet ist auch klimapolitisch wichtig“, meint Werner Schultz.
Die Gemeinde möchte ein qualitativ hochwertige Gewerbegebiet schaffen. „Die Halle mit Wohnhaus wird es hier nicht geben“, versichert Krille. Er will insbesondere Unternehmensgründer fördern und hofft so gut ausgebildete junge Leute im Ort halten oder gewinnen zu können.
„Unser großer Vorteil ist die gute Infrastruktur“, meint Krille. Das gute Bildungsangebot vom Krippenplatz bis zum Abitur und die Anbindung an die Autobahn 21 macht Trappenkamp für Unternehmer und Arbeitnehmer attraktiv.
„Wir gehen hohe Investitionen ein“, sagt Harald Krille. Ziel der Gemeinde ist es, ständig einen ausgeglichenen Haushalt zu haben und so unabhängig von Fördermitteln zu sein. ohe

364 Gewerbebetriebe


Aktuell sind 364 Betriebe in Trappenkamp angemeldet, teilt Tim Andresen aus der Amtsverwaltung Bornhöved mit. Erfasst sind in dieser Zahl Großbetriebe wie Hansa Heemann oder DiHako ebenso wie Nebengewerbe von Personen, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus betreiben. Bürgermeister Harald Krille schätzt, dass etwa 1.800 Menschen in Trappenkamp arbeiten. Etwa genauso viele pendeln aus dem Ort aus, um anderswo zu arbeiten.

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