Aktuelles

Streuobstwiese als Hotspot für biologische Vielfalt

von Katja Lassen

Legten eine Streuobstwiese mit 42 Obstbäumen auf einer 5.000 Quadratmeter großen Wiese in Borstel an: Axel Koch, Geschäftsführer Forstbetriebsgemeinschaft im Kreis Segeberg, Waldbesitzer Christoph Kroschke, Jan Begeest, Prokurist Claus Rodenberg Waldkonto

Borstel (kf). Eine Streuobstwiese kann bis zu 5.000 Tier-und Pflanzenarten beheimaten und bietet eine landwirtschaftliche Doppelnutzung. Zum einen lassen sich die traditionell hochstämmigen großkronigen Obstbäume, die locker über die Landschaft gestreut erscheinen, für die Fruchternte nutzen, zum anderen eignet sich das Dauergrünland als Mähwiese zur Heugewinnung oder direkt als Viehweide.

Streuobstwiesen stehen auf der Roten Liste der Biotoptypen und sind als stark gefährdet eingestuft. Von 1950 bis 2010 ging der Anteil der Streuobstwiesen um bis zu 80 Prozent zurück. Um ihre Verbreitung zu fördern und ihre wichtige Funktion für Mensch und Natur zu unterstützen, stellte Waldbesitzer Christoph Kroschke in Bors-tel 5.000 Quadratmeter Land zur Verfügung, auf dem 42 Streuobstbäume gepflanzt wurden.

Im Rahmen des 40-jährigenBestehens der Forstbetriebsgemeinschaft Segeberg haben die Firmen Claus Rodenberg Waldkontor und Firma Schrader Baumschulen aus Kölln-Reisig diese wichtige Maßnahme für den Biotopschutz finanziell unterstützt. So wurden ausschließlich alte deutsche Sorten, wie Goldparmäne, Jakob Lebel oder Gellerts Butterbirne gepflanzt. In den kommenden Wochen wird angrenzend an die Streuobstwiese noch ein Feuchtbiotop angelegt.

Gefördert wird die Maßnahme aus Mitteln der Jagdabgabe des Kreises Segeberg für biotopgestaltende Maßnahmen.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück