Aktuelles

Streifzüge durch Segeberg

Ein Bild, das es gar nicht geben dürfte. Es zeigt die ausgebrannte Ruine des Dabelsteingebäudes, das durch ein abgestürztes deutsches Kriegsflugzeug in Brand gesetzt wurde. Wer im zweiten Weltkrieg solche Bilder aufnahm, dem drohte Gefängnis.

Bad Segeberg (mq). Wenn Hans-Werner Baurycza, Peter Zas­trow und Dr. Ulrich Altner zu ihren Ausstellungen in das Bad Segeberger Rathaus einladen, dann steht jedes Mal ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt. „Dabei bleibt jedes Mal Material über, das man auch zeigen könnte“, sagt Peter Zastrow. Und so entschied das Trio, in der aktuellen Ausstellung gleich mehrere Themen zu präsentieren „Streifzüge durch Segeberg“ lautet der Titel. Zu sehen sind die 30 Schautafeln und verschiedene Exponate noch bis Freitag, 29. Juni.
„Altes neu entdeckt – Historisches, Geschichten und Histörchen“ versprechen Hans-Werner Baurycza, Peter Zas­trow und Dr. Ulrich Altner auch in ihrer kostenlosen Broschüre, die man begleitend zur Ausstellung kostenlos erhält. Dabei erfahren die Besucher Wissenswertes über die Entstehung des Zusatzes Bad im Ortsnamen. Auch die Geschichte, als die Stadtvertreter heimlich im neuen Hallenbad ins Wasser stiegen, wird erzählt. Die Entstehung von Banken, das Rehder-Haus, das Café am Markt, das Hotel Germania, Fritz Müller, Uhren Richter, ein D-Zugwagen als Einfamilienhaus, die Trinkwasserversorgung in der Stadt, der Burgbrunnen und das durch ein abgestürztes Kriegsflugzeug in Brand gesetztes Dabelsteinhaus – wer die Ausstellung besucht, dem wird beim Betrachten der Bilder und dem Lesen der unterhaltenden Texte nicht langweilig.
Erstmals sind auch die Baupläne des Kurhauses zu sehen, das im Jahr 1885 eingeweiht und 1968 abgerissen wurde.  „Diese Zeichnungen wurden damals in der Deutschen Architekturzeitung veröffentlicht – das geschah nur bei besonderen Gebäuden“, sagt  Hans-Werner Baurycza. Er fand in London ein Exemplar der Zeitung und griff sofort zu.
In den Vitrinen sind zudem Exponate aus den ehemaligen Bad Segeberger Geschäften zu sehen.
Die Ausstellung im ersten Stock des Rathauses in der Lübecker Straße 9 ist montags bis mitt­wochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück