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Landesverein für Innere Mission weihte Seniorenwohnanlage in Trappenkamp ein

Sonnenplatz mit Blick auf die Kirche

Matthias Kühn führte durch die Seniorenwohnanlage. Jeder der 51 Wohnungen hat einen Balkon zur Sonnenseite. Fotos: ohe

Trappenkamp (ohe). Der Landesverein für Innere Mission weiß, wie man Senioren glücklich macht. Das zeigte er am vergangenen Sonnabend bei einem Tag der offnen Tür am Beispiel der neuen Seniorenwohnanlage in Trappenkamp. 51 barrierefreie Wohnungen sind hier zwischen Gablonzer und  Erfurter Straße entstanden. Alle verfügen über einen eigenen Balkon mit Blick auf die Kirche. Ohne das Haus verlassen zu müssen, kommen die Bewohner von jeder Wohnung ins Café, in  die Tagespflegeeinrichtung oder zum Augenarzt.
Schon am Tag der offiziellen Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag waren 43 Wohnungen bezogen. Für weitere hat der Landesverein Reservierungen vorliegen. Die meisten Bewohner kommen aus Trappenkamp und Umgebung. „Die übrigen sind hier hergezogen, weil ihre Kinder in Trappenkamp wohnen“, erklärt Klaus von See, der Geschäftsführer des Landesvereins.
Der Trappenkamper Architekt Kuno Feddersen hat die Wohnanlage entworfen. Er hat zu jeder Wohnung einen überdachten Pkw-Stellplatz einplant. Besucher finden auf dem Rundweg hinter dem Haus ausreichend Parkplätze. Die zentrale Lage der Senioreneinrichtung steigert die Beliebtheit. Klaus von See hofft, dass diese auch dazu beiträgt, dass das Haus zu einem beliebten Treffpunkt wird. Seit Montag ist das Café Friedrich im Erdgeschoss der Wohnanlage geöffnet. Gudrun Voß-Burghold führt das Café und Bistro nach dem Vorbild des Café Spindel in Bad Segeberg. Fünf bis sieben Menschen mit Beeinträchtigungen sind hier beschäftigt. Sie bieten neben selbstgebackenem Kuchen und Kaffee ab morgen auch täglich einen Mittagstisch. Das Café ist montags bis sonnabends von 11.30 bis 18 Uhr geöffnet.
Benannt ist das Café nach der ehemaligen Trappenkamper Glasmanufaktur Friedrich. Das spiegelt sich auch in der Einrichtung des Cafés wider. Der prachtvolle Kristallleuchter und großformatige Schwarz-Weiß-Fotos erinnern an die Entstehungsgeschichte der Gemeinde mit ihren vielen sudetendeutschen Glashandwerkern.
„Grundgedanke ist es, betreute Wohnungen sowie eine pflegerische, ambulante und teilstationäre Infrastruktur, die es Senioren in Trappenkamp ermöglicht, länger in der eigenen Häuslichkeit zu bleiben“, sagt Klaus von See. 24 Tagespflegeplätze machen dies möglich. Montags bis freitags können pflegebedürftige Menschen dort in angenehmer Atmosphäre den Tag verbringen. Der Leiter der Tagespflege, Matthias Kühn, schätzt, dass etwa 60 Menschen dieses Angebot nutzen können. Er bietet die Plätze tageweise an.
Im Herbst, spätestens aber im Frühjahr des kommenden Jahres, will der Landesverein mit dem Bau einer stationären Pflegeeinrichtung beginnen. In dem Haus an der Erfurter Straße sollen dann 90 bis 100 Pflegeplätze entstehen.

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