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Silberreiher fühlen sich auf Travewiesen wohl

Rund 200 Silberreiher rasteten auf den Travewiesen bei Gnissau.

Gnissau (ohe). Vor 100 Jahren waren Silberreiher in vielen Brutgebieten Europas fast ausgerottet. Seit den 1970-er Jahren nimmt der Bestand wieder deutlich zu. Dr. Klaus Westphal beobachtet die großen weißen Reiher mit gelben Schnabel gern bei seinen Radtouren nach Sierksdorf oder Scharbeutz. Kurz vor Gnissau entdeckte der Bad Segeberger an der Brücke über die Trave eine Silberreiherkolonie mit rund 200 Tieren.
Seit mindestens drei Jahren machen die Silberreiher im Oktober und November Rast an der Trave bei Gnissau. In diesem Jahr blieben Teilzieher bis in den Dezember hinein bei Gnissau. Das beobachtete Dr. Klaus Westphal. „Sollten die Winter weiterhin so warm bleiben, vielleicht überwintern die eleganten Silberreiher auch in unserer Region“, meint Westphal.
Zum Brüten zieht es die Reiher bislang in den Süden, zum Beispiel an den Neusiedler See. Seit 1992 brüten Silberreiher auch regelmäßig in den Niederlanden.
Dr. Klaus Westphal beobachtete mehrfach Seeadler in der Nähe der Silberreiherkolonie. Ob sie auf schwere Beute aus waren, vermag er nicht zu beurteilen. Er beobachtete aber, wie die Reiher sich bei Gefahr als Schwarm in Bewegung setzen. So sind sie für ihre Feinde zumindest keine leichte Beute.

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