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Feierlicher Abschluss mit Urkunden und Abzeichen

Sieben Sportabzeichen für Mitglieder der Inklusionsportgruppe

von Silvie Domann

www.sgr-segeberg.de

Wahlstedt (sd).  Ein halbes Jahr haben sich zwölf Menschen mit Behinderungen auf das Sportabzeichen vorbereitet. Sie sind auf dem Bad Segeberger Sportplatz am Burgfeld gerannt, gewalked, in den Sand gesprungen und haben unterschiedlichste Arten von Bällen geworfen. Geschwommen wurde im Schwimmbad, das die Stadt der Inklusionssportgruppe kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Sieben von ihnen haben so gut trainiert, dass sie die Prüfungen zum Sportabzeichen bestanden haben. Nun wurden sie ausgezeichnet. Die sportlichen Leis­tungen von Dirk Aporius und Sascha Masjagin wurden mit Silber bewertet, Bronze erhielten Merle Schreiber, Sieglinde Steinke, Jennifer Szymkowiak, Niels Wegner und Christian Wollschläger.
Dieter Prahl, Geschäftsführer des Kreissportverbandes (KSV) und Sportabzeichenobmann, Peter Sester (Lebenshilfe und Netzwerk Inklusion) und Bettina Kessler (Sportlehrerin an der Traveschule und Trainerin beim SGR) hatten eine kleine Feier für die Sportler vorbereitet und überreichten die Urkunden und Abzeichen. Auch für die übrigen fünf Teilnehmer gab es etwas Schriftliches, sie erhielten Trainingsurkunden. „Einer von ihnen hat das Schwimmen gelernt, das ist eine super Leistung“, sagte Sester. Er hatte die Idee zur Inklusionssportgruppe. Der KSV war sofort angetan, gab es bisher nur in Norderstedt eine Vereinigung, die Sport für behinderte Menschen anbietet, um regelmäßig Sportabzeichen abzulegen. Kooperiert wurde mit dem Sportverein für Gesundheit und Rehabilitation.
Interessierte aus der Behindertenwerkstatt und den Wohngruppen Wahlstedt und Högersdorf waren schnell gefunden, nur Nicht-Behinderte fehlten. „Doch wir geben nicht auf, Mitte Januar geht es wieder mit dem Schwimmen los, vielleicht machen dann auch andere mit“, sagte Bettina Kessler, die fleißig mit den Teilnehmern trainiert hat und von ehemaligen Eltern von Traveschülern unterstützt wurde. „Das Regelwerk für Menschen mit Behinderungen ist recht dick. Jeder wird individuell eingestuft und bewertet“, erklärte sie.
Spaß hat den 28- bis 50-Jährigen der Sportunterricht jedenfalls gemacht. Die Prüfung sei aufregend, vor allem das Schwimmen sei gut gewesen. „Man fühlt sich wie eine Wasserratte oder ein Krokodil“, sagten die drei Teilnehmerinnen. Und waren sich mit ihren männlichen Kollegen darüber einig, auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein.
Wer Lust hat, sich der Inklusionssportgruppe anzuschließen und für sein vielleicht erstes Sportabzeichen zu trainieren, kann sich bei Bettina Kessler unter 04551/9699188 oder auf der Homepage des Sportvereins www.sgr-segeberg.de informieren.

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