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Senioren-Wohnprojekt nimmt Form an

von Laura Greiner

So soll die Wohnanlage nach ihrer Fertigstellung aussehen. Visualisierung: Architekturbüro Meier + Moss

Nahe (lag). „Es haben sich Leute zusammen gefunden, die im Alter gemeinsam wohnen wollen." Mit diesen Worten beschreibt Beata von Hanxleben, Vorstandsmitglied der Bau und Wohnungsgenossenschaft Miteinander wohnen in Nahe, das große, im Jahre 2014 gegründete Senioren-Wohnprojekt. Aus einer Idee ist mittlerweile nach rund zehn Jahren Planungs- und Bauzeit ein imposantes zweistöckiges Gebäude entstanden, dass den Mitgliedern der Genossenschaft ein Leben im Alter ermöglichen soll, das auf dem Prinzip eines selbstbestimmten Lebens beruht, ganz nach dem Motto Gemeinsam, statt einsam. Die Senioren werden ihre eigene Wohnung haben, aber auch jederzeit die Möglichkeit besitzen, die Gemeinschaftsräume nutzen zu können. Kontaktmöglichkeiten, gegenseitige Hilfe und Unterstützung sind wesentliche Aspekte des Wohnprojektes.
 Geplant ist der Einzug in die insgesamt 23 Mietwohnungen für das nächste Jahr. Darunter sind neun Sozialwohnungen. Nachdem Ende 2017 mit dem Bau begonnen wurde, ist nun der Rohbau fertig und der Dachstuhl erstellt. So konnte das lang ersehnte Richtfest gefeiert werden. Mit großem Richtkranz und traditioneller Richtfestrede weihte Zimmerer Knuth Ladwig das Gebäude ein. Auch das Trinkglas zersprang am Boden und dient so als gutes Omen für die Zukunft. Planmäßig soll das Gebäude bis zum Jahresende geschlossen sein, sodass die Innenarbeiten im Winter weiterhin stattfinden können. Dies wäre für den Einzug im kommenden Jahr ein wichtiger Schritt. Denn dieser ist bereits heiß ersehnt: "Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr einziehen können!", so von Hanxleben.
 Das Wohnprojekt zog Menschen auch von weit her nach Nahe. Richard Gallinat aus Wiemersdorf ist vor einigen Jahren mit seiner Frau extra aus dem Harz in den Norden hochgezogen. Aber in der Mietwohnung, die als Zwischenlösung dienen sollte, fühlt sich das Paar nun so wohl, dass es dort bleiben wird. Trotzdem bleibt Gallinat der Genossenschaft treu. Der 71-Jährige ist Aufsichtsratvorsitzender und kümmert sich um den Internetauftritt des Projektes. Mit Unterstützung des Architekturbüros Eckhard Meier und Wilfried Moss in Bad Segeberg wird aus einem Traum der Vergangenheit nun langsam aber sicher Realität. Architekt Meier sieht in der Idee ein "wunderbares Projekt" und blickt freudestrahlend auf die vergangene Zeit zurück: "Es war eine lange, aber schöne Zeit, die voller gegenseitigem Vertrauen und Engagement zum heutigen Richtfest geführt hat." Auch mit finanzieller Unterstützung von der Investitionsbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken konnte der Plan in die Tat umgesetzt werden. Ein großes Gemeinschaftsprojekt, das die rund 40 Gäste des Richtfestes nun mit dem Vorstand gemeinsam feierten.

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