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Seltene Stadtansicht als Geschenk für die Stadt

von Gerald Henseler

Christoph Mähl malte 1893 diese Stadtansicht Bad Segebergs. Das Bild im kleinen Kabinettformat hängt jetzt im Rathaus.

Bad Segeberg (ohe). Der Blick von einer Anhöhe über Stipsdorf, den Großen Segeberger See auf  das Bad Segeberger Stadtpanorama ist selten gemalt worden. Als der Kunsthistoriker Jürgen Ostwald Bad Segebergs Stadthistoriker Peter Zastrow berichtete, dass er die 1893 von Christoph Mähl gemalte Stadtansicht im Katalog eines Berliner Auktionshauses entdeckt habe, war für ihn gleich klar: „Die müssen wir kaufen.“

Ostwald kauft im Auftrag der Fielmann-Stiftung jährlich für 500.000 bis 700.000 Euro Kunstgegenstände, um sie an Museen zu verschenken. Seit 15 Jahren erhält auch die Stadt Bad Segeberg immer wieder Gemälde, Zeichnungen und Fotografien für ihre Sammlung.

„Stadtansichten von Bad Segeberg aus dem 19. Jahrhundert sind selten“, erklärt Jürgen Ostwald. Und noch ausgefallener sind Ansichten aus der Perspektive, die Christoph Mähl wählte. Christoph Mähl war ein begabter Kunstmaler und Zeichenlehrer. Der Sohn des Dichters Joachim Mähl hatte eine enge Verbindung zu Bad Segeberg. Hier betrieben die Eltern seiner Ehefrau Henrike Clausen ein Manufakturgeschäft in der Hamburger Straße. Sein Bruder Harald Mähl war Rektor der Mädchen-Bürgerschule.

Die Leiterin der Bad Segeberger Filiale des Optikers Fielmann, Jana Herrmann, überreichte das Gemälde im kleinen Kammerformat an Bürgermeister Toni Köppen. Peter Zastrow wird es jetzt in der Sammlung der Stadt Bad Segeberg so aufhängen, dass Bürger es während der Öffnungszeiten des Rathauses ansehen können.

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