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Segeberger Tafel erhält Hilfe und verteilt weiter Lebensmittel

von Dirk Marquardt

Die Segeberger Tafel kann weitermachen und erhält von vielen Seiten Unterstützung. Hier liefert Thomas Steenbock, Inhaber des Cateringservice Pesto (li.), Joghurts an. Die nimmt der Tafel-Vorsitzende Hans-Joachim Wild entgegen.

Bad Segeberg (mq). Nun geht es doch weiter. Die Segeberger Tafel hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, die Verteilung der Lebensmittel in Bad Segeberg und Wahlstedt einzustellen. „Viele unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schon etwas älter und haben aus verständlichen Gründen darum gebeten, vorerst nicht mehr bei der Tafel zu arbeiten“, sagt Hans-Joachim Wild, der Vorsitzende der Segeberger Tafel.

Aber nach einem Gespräch mit Landrat Jan Peter Schröder, Bernd Jorkisch von der Tafel-Stiftung Schleswig-Holstein/Hamburg und Heinz Sandbrink, Leiter des Berufsbildungszentrums (BBZ) Bad Segeberg, wurde die Schließung der Tafel kurzfristig zurückgenommen. Sandbrink hatte die gute Nachricht, dass Schülerinnen und Schüler des BBZ aus dem Bereich Sozialwirtschaft helfen wollen. „Mit dieser Unterstützung können wir weitermachen“, freute sich Hans-Joachim Wild, der von vielen Seiten Hilfsangebote erhalten hat. Damit erfülle man auch in den Zeiten des Coronavirus‘ seine Aufgabe, die Bedürftigen mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Tafel versorgt mit den 320 Ausweisen rund 900 Menschen.

„Derzeit sollte ich ein Praktikum in einer Kindertagesstätte absolvieren, aber das fällt ja aus. Somit habe ich Zeit, um zu helfen“, sagte Kristin Moschner, die eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Auch Tim Hauke musste nicht lange überlegen. Der 18-Jährige steht kurz vor den Prüfungen in seiner Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten und wird die Fahrer bei dem Abholen der Lebensmittel von den Supermärkten unterstützen.

Der Ablauf bei der Lebensmittelausgabe wird den aktuellen Bedingungen angepasst. „Wir packen jetzt komplette Kisten, die sich unsere Kunden einzeln abholen können“, sagt Hans-Joachim Wild. Anschließend sollen alle so schnell wie möglich das Gelände verlassen, damit es nicht zu Menschenansammlungen kommt. „Wir werden darauf achten, dass die Abstände eingehalten werden“, sagt Wild. Alle Mitarbeiter erhalten Schutzhandschuhe, Mundschutz und auf Wunsch auch einen kompletten Overall.

Die Tafel in Bad Segeberg in der Efeustraße 1 öffnet mittwochs ab 13 Uhr und freitags ab 12.30 Uhr, in Wahlstedt in der Segeberger Straße 38 mittwochs ab 15 Uhr.

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