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Segeberger Schnapphähne eroberten virtuell die Siegesburg

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Alle für einen – einer für alle: die Segeberger Schnapphähne im VR-Modell Segeberg 1644 mit (v.li.) Jochen Saggau, Uwe Krohn, Gunnar Wried, Maren Jöns, Nils Hinrichsen und Jan-Hendrik Saggau. Foto: hfr

Bad Segeberg (em). Nach historischer Vorlage der holsteinischen Söldner des 17. Jahrhunderts, erklommen die Mitglieder der Reenactment-Gruppe Segeberger Schnapphähne (www.schnapphähne.de) die (virtuelle) Siegesburg auf dem Kalkberg. Wie zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) erreichten sie das Innere der riesigen Burganlage über die Zugbrücke und durch das Torhaus oder über den heimlichen Seiteneingang über der westlichen Steilklippe.

Tatsächlich spielten die historischen Schnapphähne eine entscheidende Rolle bei der Zerstörung der Burg im Jahre 1644. Ermöglicht wurde der Zeitsprung in Segebergs Vergangenheit durch das VR-Stadtmodell Segeberg 1644, das der Bad Segeberger Historiker Nils Hinrichsen in Kooperation mit der HafenCity Universität Hamburg erbaut hat und das der Förderverein Kreis- & Stadtmuseum Segeberg seit Juli dieses Jahres in Vorführungen der Öffentlichkeit anbietet.

Im virtuellen Modell, das die Stadtanlage samt Kalkberg und Siegesburg kurz vor der Sprengung der Burg 1644 auf nahezu drei Quadratkilometern und im Maßstab 1:1 wiedergibt, bahnte sich jeder der „modernen“ Schnapphähne während der Vorführung seinen eigenen (virtuellen) Weg hinauf zu Siegesburg: Durch die Häuserzeile der Segeberger Kalkbergstadt, um den historischen Kalkberg und durch den ursprünglichen Steinbruch an der Südflanke des einstigen Bergmassivs hindurch oder entlang des noch unbebauten „Kastanienwegs“ mit einem sagenhaften Panorama auf Berg und Burg.

In der Burg angekommen, staunten die Mitglieder der Segeberger Schnapphähne auch hier über die unzähligen Details, Stilelemente und über die verblüffend realistische Wiedergabe der virtuellen Burg mit seinen zahlreichen hoch aufragenden Bauten, Mauern, Türmen, Zinnen und Wehrgängen. Maren Jöns, bislang einziges weibliches Mitglied der Reenactment-Gruppe, erging es auf der Segeberger Burg nicht anders, als allen anderen Schnapphähnen: „Die Siegesburg ist so riesig, ich fürchtete, mich zwischen all den Gebäuden und Gängen zu verlaufen.“ Doch der herrliche Blick vom Bergfried bis hinunter zur Vorburg oder noch weiter bis zur Stadt belohnte zuletzt alle Mitglieder der Historiengruppe, wenngleich auch die erlebte Höhe manchem „Kämpfer“ weiche Knie bereitete.

Das virtuelle Stadtmodell Segeberg 1644 kann für Gruppen gebucht werden. Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Kreis- & Stadtmuseum Segeberg Jochen Saggau und Nils Hinrichsen, zugleich Mitglieder der Reenactmentgruppe Segeberger Schnapphähne, führen regelmäßig durch das Modell.

Weitere Infos und freie Termine unter www.kreismuseum-segeberg.de/SE1644.

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