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Segeberger Kultur-Tafel ermöglicht Theater, Konzerte und Lesungen

von Dirk Marquardt

Ilona Münter (4.v.re.) hat mit Unterstützung von Bürgervorsteherin Monika Saggau (re.), dem ehrenamtlichen Kulturbeauftragten Michael Meier und weiteren Unterstützern die Kultur-Tafel für Bad Segeberg gegründet.

Bad Segeberg (mq). Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen, Ausstellungen oder Kino – das kulturelle Leben in Bad Segeberg bietet ein große Vielfalt. Doch leider gibt es Menschen, die sich Eintrittskarten für solche Veranstaltungen nicht leisten können. „Wir möchten es Menschen mit einem geringen Einkommen ermöglichen, an diesem Angebot teilzuhaben“, sagt Ilona Münter. Deshalb hat sie zusammen mit weiteren Unterstützern die Segeberger Kultur-Tafel gegründet. Schirmherrin ist Bürgervorsteherin Monika Saggau.

Am 14. November wurde der neue Verein offiziell eingetragen. Mitglied kann übrigens jeder werden, der Jahresbeitrag kostet zwölf Euro. Vorsitzende ist Ilona Münter, ihre Stellvertreterin Kirsten Tödt und um die Kasse kümmert sich Melanie Büttner.

Der nächste Schritt ist der Aufbau einer Datei, in der die sogenannten Kulturgäste aufgenommen werden. Dazu muss jeder Interessierte einen Antrag stellen, einen Einkommensnachweis erbringen und angeben, welche Art von kultureller Veranstaltung in Frage kommt. Dann versucht die Kultur-Tafel, Wünsche und die zur Verfügung gestellten Eintrittskarten in Einklang zu bringen. Die Tickets werden von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt oder von Sponsoren bezahlt. Auch wer beispielsweise ein Theater-Abo besitzt und keine Zeit für eine Vorstellung hat, kann seine Eintrittskarte abgeben. Die Kultur-Tafel verständigt den passenden Kulturgast, der muss sich nur an der Abendkasse mit Namen melden und erhält zwei nicht übertragbare Karten.

Der neue Verein darf im Stadtinfohaus Wort-Ort (Oldesloer Straße 20) einen Raum nutzen. Dort erhält man immer montags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr weitere Infos und kann das Antragsformular ausfüllen. „Das ist eine unkomplizierte Registrierung“, sagt Ilona Münter.

Monika Saggau ist begeistert von der Idee. „In jeder Stadt gibt es Bedürftige“, sagt die Bürgervorsteherin. Das Vorbild der Kultur-Tafel gibt es in Lübeck seit Anfang 2017. Dort wurden seitdem nicht weniger als 50.000 Karten ausgegeben. „Das zeigt einfach, dass der Bedarf da ist“, sagt Monika Saggau. 

Auch Dieter Schönfeld ist voll des Lobes. „Das ist ein beidseitiger Gewinn“, sagte der Bürgermeister. Die Veranstalter hätten ein volles Haus und die Menschen, die es sich eigentlich nicht leisten können, ein kulturellen Erlebnis.

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