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Schnapphähne erinnerten an Segebergs Schicksalstag

von Gerald Henseler

Bad Segeberg (ohe). Nur ihre Flagge mit den gekreuzten Hellebarden auf dem dänischen Danebrog konnten die Schnapphähne beim Angriff der schwedischen Truppen auf die Siegesburg retten. Doch den Kampf gegen die übermächtigen Gegner verlor die Holsteiner Freischärlertruppe. Montag stellte die Reenactmentgruppe die Zerstörung der Siegesburg auf dem Segeberger Kalkberg nach. Denn an diesem Tag jährte sich der Schicksalstages der Stadt zum 375. Mal.
„Wäre die Schlacht damals anders ausgegangen, sähe Bad Segeberg heute komplett anders aus“, ist sich der Historiker Nils Hinrichsen sicher. Bis zum Fall der Burg war Segeberg eine wohlhabende Adelsresidenzstadt. Nachdem die Schweden am 12. August 1644 die Burg in Brand steckten und alles zerstörten veränderte sich der Charakter der Stadt komplett. Erst im 19. Jahrhundert ging es in Bad Segeberg wieder aufwärts. Die neu gegründete Gruppe der Segeberger Schnapphähne möchte dieses geschichtliche Ereignis wieder in das Gedächtnis der Bad Segeberger rufen. „Manche wissen gar nicht mehr, dass früher eine Burg auf dem Kalkberg stand“, meint Hinrichsen.
Die Mitglieder der heutigen Segeberger Schnapphähne überreichten Bürgervorsteherin Monika Saggau und dem stellvertretenden Bürgermeister Heino Pfeiffer im alten Rathaus ihre Flagge. Sie hoffen, dass die Stadt diese im Rathaus ausstellt und so an den Schicksalstag erinnert.
Das Schauspiel der Segeberger Schnapphähne verfolgten am Montag 80 bis 100 Schaulustige auf dem Karl-May-Platz und vor dem Fledermauszentrum Noctalis. Die Segeberger Schnapphähne planen nun weitere Aktionen. Mehr Informationen gibt die Website www.schnapphähne.de.

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