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Schäden an der A21: Schiedsvertrag unterzeichnet

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Kiel (em). Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) teilt mit, dass ein Gerichtsverfahren zwischen allen am Bau der beschädigten A 21 (Trappenkamp bis Wankendorf) Beteiligten abgewendet wurde: Der LBV.SH und die beteiligten Baufirmen unterzeichneten Ende 2019 eine Schiedsvereinbarung. In dieser einigte man sich auf einen gemeinsamen Gutachter der Technischen Universität Darmstadt, der die rätselhaften Schädigungen der beiden Fahrbahnen nun eingehend untersucht. „Wir freuen uns darüber, dass alle Beteiligten unterzeichnet haben. Damit vermeiden wir ein langwieriges gerichtliches Beweissicherungsverfahren. Das ist im Sinne aller“, sagte sagte LBV.SH-Direktor Torsten Conradt.

Alle Hoffnungen liegen nun bei dem unabhängig arbeitenden Gutachter aus Hessen. Dieser arbeitet bereits, hat Bohrkerne zur Laboranalyse vorliegen und sich die Schadstellen der Autobahn vor Ort eingehend betrachtet. Da das Schadbild an der A 21 bundesweit noch immer einmalig und ebenso rätselhaft ist, bleibt auch die Analyse herausfordernd: „Es waren ja bereits zahlreiche Untersuchungen vom LBV.SH sowie von externen Analytikern unternommen worden – ohne Ergebnis.“ Insofern könne man nicht davon ausgehen, so Behördenchef Conradt weiter, dass nun der vereinbarte Gutachter eine schnelle Lösung finden werde. Auch dieser werde ebenfalls seriös in alle Richtungen ermitteln, was einige Zeit in Anspruch nehmen werde. Hierzu gebe es daher keine vorgefertigte Deadline.

Die Strecke zwischen Trappenkamp und Wankendorf wird weiter arbeitstäglich von der Straßenmeisterei überwacht. Der Hintergrund für das Auftreten der Schäden ist indes weiter offen und stellt Straßenbauexperten branchenweit weiter vor ein Rätsel – trotz umfassender multifaktorieller Analyseverfahren, die der LBV.SH mit der Hilfe führender Branchenexperten angestoßen hatte.

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