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Rudolfo und Mausi erklären Kindern den Klimawandel

von Katja Lassen

Unter anderem sah sich die Fledermausgruppe bei der Fifty-Fifty-Auftaktveranstaltung in der Mühlen-Kita das von Heike Kammer geschriebene und gespielte Puppentheater an. Dabei erklären Rudolfo und Mausi spielerisch das Thema Klimawandel. Foto: kf

Bad Segeberg (kf). Hoch motiviert steigt jetzt die Mühlen-Kita im Familienzentrum Spurensucher in Bad Segeberg in das Umweltprojekt Fifty-Fifty (siehe nebenstehenden Text) ein. Mit einem eigens zum Thema Klimawandel geschriebenen Puppenstück war Heike Kammer vom Friedenstheater Mexiko zusammen mit Hase Rudolfo und der Maus Mausi in die Mühlen-Kita gekommen. Beide Tiere leiden unter dem Klimawandel. Die Zwerge haben zu viel Wasser verbraucht, so dass es kein Wasser mehr für Rudolfos Möhren gibt. Zusätzlich zerstören sie beim Kohleabbau zum Heizen und zum Betreiben der Kraftwerke für die Stromherstellung die Höhlen von Mausi. Als sich beide auf den Weg machen, etwas dagegen zu tun, werden sie beinahe von den Zwergen überfahren. Die fahren nämlich gern Auto und verpesten damit auch noch die Luft.
Auf so spielerische Weise sollen schon die Kleinsten für das Thema Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert werden. Was können wir tun, damit wir unsere Mutter Erde nicht kaputt machen? Wie sparen wir Strom und wie können wir weniger heizen? Mit diesen entstandenen Fragen setzten sich die Kleinen mit ihren Erziehern ab sofort auch im Kita-Alltag auseinander und erhöhen damit ihr Klimaschutzbewusstsein. „Die Bewusstseinsförderung ist die schwierigste Aufgabe überhaupt“, sagt Mühlen-Kita-Leiterin Mandy Dolling. Nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr, sei es also wichtig, so früh wie möglich damit zu beginnen“, sagt sie. Das erklärte Ziel ist es, dass das Bewusstsein von der Kita auch nach Hause getragen wird.
Aktuell beschäftigen sich die Kinder aus zwei Elementargruppen, einer Naturgruppe und drei Hortgruppen mit der Mülltrennung. Dabei wird es für das Fifty-Fifty-Projekt zwar kaum eine Energieeinsparung geben, aber dennoch ein Beitrag zum Schutze der Umwelt geleistet. Die Kinder sollen mit allen Sinnen erfahren und erleben. Sie lernen dabei unterbewusst. „So hat eines der Kinder von ganz alleine festgestellt, dass es besser ist, die Äpfel aus dem heimischen Garten zu essen anstatt die von weit her eingeflogene Ananas zu verspeisen“, sagt Mandy Dolling. Was sie noch tun können, um Energie und Wasser zu sparen, entscheidet der Kinderrat, der sich aus Vertretern jeder Gruppe zusammensetzt, mit. Sogenannte Energiewächter kümmern sich darum, die Fenster nur zum Stoßlüften zu öffnen, das Licht häufiger auszuschalten oder, sofern bei Zentral- und Fußbodenheizung möglich, die Heizung herunter zu drehen. „In dieser Sache müssen die Hausmeister auch mit ins Boot geholt werden“, so Britta Gerwin, die das Projekt Fifty-Fifty standortübergreifend für die Stadt Bad Segeberg leitet. „Wir sind ganz motiviert und versuchen uns zu strukturieren, um Umweltpädagogik zu bieten“, sagt sie.

Energieeinsparung mit der Stadt Fifty-Fifty teilen

Bad Segeberg (kf). Schon den Jüngsten einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde vermitteln, das ist das erklärte Ziel von Fifty-Fifty. So der Name eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Programms, das die Stadt Bad Segeberg jetzt in den Schulen der Stadt Bad Segeberg und des Schulverbandes Bad Segeberg sowie den Kindern der Kindertagesstätte Familienzentrum Spurensucher startet.
Das Programm, das in anderen Städten schon seit vielen Jahren erfolgreich läuft, sensibilisiert und motiviert Schulen und Kitas, durch ein bewusstes Nutzerverhalten möglichst viel Strom, Heiz­energie und Wasser einzusparen. Gemeinsam setzten sich die Kita-Kinder mit ihren Erziehern sowie Schüler mit ihren Lehrern und jeweiligen technischen Hausverwaltern aktiv für den Klimaschutz ein.
Das Anpacken lohnt sich, denn der Name Fifty-Fifty ist Programm: Die Hälfte der jährlich eingesparten Energie- und Wasserkosten erhält die jeweilige Einrichtung als Prämie für ihr Engagement zur freien Verfügung. Die Leitung des Projekts hat Britta Gerwin von der Stadt Bad Segeberg inne, beratend begleitet wird die Umsetzung vom Ingenieurbüro Diplom-Ingenieurin Nicola Richter aus Reinbek. Sie zeigt, wo Einsparpotenziale im jeweiligen Gebäude liegen und unterstützt die Schulen/Kita. Gefördert wird die Umsetzung in den Schulen und der Kindertagesstätte der Stadt Bad Segeberg bis zum 30. November 2021, also für zunächst vier Jahre. Nach Ende des Förderzeitraumes soll das Modell eigenständig von den Schulen und der Kita weitergeführt werden.

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