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Rettungspunkte sorgen für schnelle Hilfe im Wald

von Gerald Henseler

Peter Seefeldt, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft (v.li.), Dr. Christian Schadendorf, Leiter Abteilung Forstwirtschaft bei der Landwirtschaftskammer, und Landrat Jan Peter Schröder informierten über die neuen Rettungspunkte wie hier im Ihlwald. 

Bad Segeberg (ohe). Unfall-opfer im Wald zu finden, dass ist für die Mitarbeiter von Rettungsdiensten immer wieder eine besondere Herausforderung. Rettungspunkte sollen Hilfesuchenden und Helfern die Orientierung erleichtern. Mit der Einführung eines Navigationssystems für Waldwege stellten die Landesforsten Schleswig-Holstein Rettungspunkte in ihren Wäldern auf.

Jetzt finanzierte der Kreis Segeberg als erster im Land 45 Rettungspunkte in Privat- und Kommunalwäldern. Die Eichenpfähle mit dem roten Kopf und einer Nummer sind Notfalltreffpunkte. Die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer wählte gemeinsam mit der Forstbetriebsgemeinschaft im Kreis Segeberg, einem Zusammenschluss privater Waldeigentümer, die Standorte aus. „Sie liegen immer an Waldwegen, die in eine öffentliche Straße münden“, sagt Hans Jacobs, stellvertretender Leiter der Forstabteilung bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

„Die Gefahren im Wald nehmen zu“, meint Dr. Christian Schadendorf, der Leiter der Forstabteilung bei der Landwirtschaftskammer. Ein Grund dafür sei der Klimawandel. Der Wunsch, Totholz im Wald zu erhalten, stelle ein weiteres Risiko dar, so Schadendorf. Die Dürrejahre 2018 und 2019 haben zudem die Waldbrandgefahr erhöht. Wer einen entdeckt, sollte Hilfskräfte auch zu dem nächsten Rettungspunkt lotsen.

Bis zum Jahresende sollen die Rettungspunkte in die App Hilfe im Wald eingepflegt sein. Dann kann jedermann per Smartphone den nächsten Rettungspunkt orten. Der Kreis Segeberg finanziert das Projekt mit rund 4.000 Euro.

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