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Reaktionen auf die erneute Absage der Karl-May-Spiele

von Gerald Henseler

Alexander Klaws: „Am meisten tut es mir für euch leid: für unsere Fans! Wir hätten wahnsinnig gerne für euch gespielt – aber so, wie die Dinge liegen, ist es nicht möglich. Das frustriert total, weil wir eine schlechte Nachricht verkünden müssen, für die wir nicht das Geringste können. Es ist eigentlich unfassbar, dass ich gerade ein Déjà vu habe: Genau das, was ich euch vor einem Jahr gesagt habe, muss ich nun wiederholen. Ich kann überhaupt nicht fassen, dass wir die Spiele nun schon zum zweiten Mal absagen müssen. Aber es ist, wie es ist...wir müssen nach vorne blicken! Passen wir alle darauf auf, dass wir gesund bleiben. Achtet auf eure Mitmenschen, nicht nur auf euch selbst! Dann sehen wir uns 2022 am Kalkberg wieder.

Sascha Hehn: „Da sitzen wir nun ein Jahr später und fragen uns: Wie lange soll sich das noch wiederholen? Aber man soll immer positiv nach vorn blicken und an die Zukunft denken. Uns bleibt die Hoffnung auf das nächste Jahr. Wir können nur das Publikum um Verständnis bitten. Es haben sich ja viele auf unser Stück gefreut. Mir tut’s wahnsinnig leid für alle Beteiligten. Gerade jetzt müssen wir an diejenigen in der Kulturbranche denken, denen es schon ein Jahr lang nicht gut geht. Jetzt ist es an der Zeit, denen zu helfen. Ich bin natürlich auch 2022 dabei! Es wird Zeit, dass der Ölprinz am Kalkberg endlich auf die Bühne kommt! Eine echte Traumrolle – ich freue mich wahnsinnig drauf!“

Lutz Frank: „Ein wirtschaftlicher Schaden für Segeberg und natürlich auch für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Im vergangenen Jahr waren wir geschockt, jetzt im zweiten Jahr sind wir betroffen, wissen aber zu reagieren. Die Absage halte ich dennoch für eine kluge Entscheidung. Auch wenn sie die Hotellerie mit aller Härte trifft. Ich bin am Ihlsee von den Karl-May-Spielen nur indirekt betroffen, es kommen dennoch Einheimische und Spaziergänger. Wenn nichts stattfindet, auch kein Urlaub möglich ist, scheint mehr Geld für‘s Essen gehen da zu sein. Für andere Gastronomen, die direkt von den Karl-May-Spielen leben, ist die bereits zweite Absage extrem hart.“

Harald Wieczorek: „Ich habe Bad Segeberg als Priorität und eine erneute Anfrage für ein Engagement in der Pullman City abgesagt. Ich werde diesen Sommer in Andalusien verbringen und den ersten Sommer hier genießen. Ich arbeite fleißig. Ich schreibe an meinem vierten Roman. Er soll im Herbst fertig sein.Zudem habe ich zwei Aufträge für Drehbücher. Ich grüße Bad Segeberg aus tiefstem Herzen. Ich vermisse die Karl-May-Spiele sehr und hoffe, dass sie dann wirklich im nächsten Jahr stattfinden. Mir tun meine Kollegen leid, die noch nicht in der glücklichen Situation sind, wie ich eine gute Rente zu haben.“

André Hoffmann: „Das ist eine Katastrophe für den gesamten Tourismus, denn es werden ja Konzertabsagen folgen. Auch wenn das vergangene Jahr besser als erwartet war, wir hatten nicht einen Tag zu, sind die Stornierungen durch den Ausfall der Karl-May-Spiele schon enorm. Dazu kommt, dass wieder über einen harten Lockdown geredet wird. Es kostet auch immer Geld, die Betriebe wieder hochzufahren. In der Woche kommen noch Arbeiter und Geschäftsreisende aber über das Osterwochenende waren keine Gäste da. Die Grundkosten laufen weiter auch, für Gewerbesteuer und Tourismusabgabe und Personal, denn auch Stornierungen müssen schließlich bearbeitet werden.“

Marlis Stagat: Die Absage kam für uns nicht mehr überraschend, dennoch sind wir unendlich traurig auch mit all den Fans, Künstlern, Mitarbeitern etc. Es ist erneut ein wirtschaftlicher Schaden für uns und unsere Region. Nicht einfach, mutig und optimistisch zu bleiben. Wir warten und hoffen auf Impfstoff und in der Zwischenzeit Click & Collect, Click & Meet oder ganz geschlossen. Ganz geöffnet wäre mal wieder erfreulich. Ich frage mich, ob wir unsere Kunden schon längst verloren haben? Mein Appell gilt der Politik: Bitte schafft Klarheit und Perspektiven. Konkret wünsche ich mir erstmal eine Detailbetrachtung im Kreis Segeberg, so dass wir unsere Risiken besser einschätzen können.“Die Stadtvertretung stellt heute einen Antrag, um Modellregion zu werden. Ich finde es großartig, dass wir in Bad Segeberg einen Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft haben. Wir müssen andere Wege gehen, um die Pandemie zu bekämpfen. Und wir müssen daran mitarbeiten, dass wir die Karl-May-Spiele 2022 wenigstens garantieren können.

Katy Karrenbauer: „Wie gerne wäre ich dieses Jahr mit euch am Kalkberg gewesen! Aber die Umstände lassen es leider nicht zu. Jetzt geht es erstmal um unsere Gesundheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es uns und euch Spaß gemacht hätte, in dieser Situation zu spielen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass wir nächstes Jahr diese Pandemie so weit überwunden haben, dass die Karl-May-Spiele so stattfinden können, wie ihr es von Bad Segeberg gewohnt seid. Wir schaffen das gemeinsam, wenn wir jetzt gut aufeinander aufpassen. Das ist ein Versprechen!“

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