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Projekt „Nachbarn für Nachbarn“ feiert zehnjähriges Bestehen

von Katja Lassen

70 Teilnehmer feierten zusammen mit Ulrich Mildenberger und Dorothea Kruse vom Pflegestützpunkt im Kreis Segeberg sowie mit Projekt-Initiator Pastor Henning Steinberg das zehnjährige Bestehen von „Nachbarn für Nachbarn“. Foto: kf

Bad Segeberg (kf). „Die Seele einer Stadt zeigt sich daran, wie es Kindern, Künstlern und Menschen geht, die Hilfe brauchen“, sagt Pas­tor (im Ruhestand) Henning Steinberg, Initiator des Projektes „Nachbarn für Nachbarn“.
Vor zehn Jahren hatte er von dieser Aktion aus der Fachpresse erfahren und die Idee von „einer hilft dem anderen“ in die Tat umgesetzt. Heute, zehn Jahre später, gehören in Bad Segeberg vier Gruppen aus vier regionalen Bereichen in der Stadt zum Projekt. Dieses richtet sich an alle über 60-jährigen Bad Segeberger. Die Teilnahme ist jederzeit ohne Anmeldung möglich.
Koordiniert wird „Nachbarn für Nachbarn“ vom Pflegestützpunkt im Kreis Segeberg, den Ulrich Mildenberger leitet. Seine Mitarbeiterin Dorothea Kruse wohnt den monatlichen Treffen bei und moderiert sie. Das Ziel ist, älteren Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich in ihrem Wohnraum verbleiben zu können. Jede der vier Regionen, Klein Niendorf, Süd, Innenstadt und Christiansfelde, ist für sich ein offener, informeller aber verbindlicher Zusammenschluss. Die monatlichen Treffen (siehe Kasten) dienen zum Kennenlernen sowie dem Erfahrungs- und Ideenaustausch. Zu den Kooperationspartnern gehören außerdem die Stadt Bad Segeberg, der Seniorenbeirat, die Evangelisch-Lutherische sowie die Katholische Kirchengemeinde. Zu jeder Gruppe kommen zwischen 15 und 40 Teilnehmer.
Das zehnjährige Bestehen feierten rund 70 Senioren bei einem hübsch angerichteten Grill-Buffet. Pastor Henning Steinberg wünschte den Anwesenden Nachbarn, wie sie es selber sind. In einem Sketch der Gruppe Klein Niendorf wurden Schlagworte aufgegriffen, die bei den monatlichen Treffen Thema sind oder was die Gruppen gemeinsam erleben. Dazu gehören unter anderem die Geschichtswerkstatt, Präventionsveranstaltungen der Polizei zum Thema Enkeltrick oder Toter Winkel, eine Sketchgruppe, Geselligkeit bei Kaffee und Kuchen, grillen, tanzen, singen, quatschen und lachen. Andere beschäftigen sich mit Biografiearbeit, säubern im Ihlwald Bänke, helfen sich beim Gardinen aufhängen, Sperrmüll rausstellen, Regale aufstellen oder sie kochen gemeinsam. Und wenn die Gesundheit mal nicht mitspielt, hilft man beratend bei der Medikamenten-Einnahme, bei Notruf oder Pflegediensten und bei allem, was Nachbarn für Nachbarn tun können.
Inzwischen gibt es im Kreis Segeberg weitere Projekt-Standorte mit einer Gruppe in Kaltenkirchen und acht Gruppen in Norderstedt.

Termine „Nachbarn für Nachbarn“

Innenstadt
1. Montag im Monat    
15.00 – 16.30 Uhr    
Kirchplatz 4,
Gemeindehaus Marienkirche

Christiansfelde
3. Mittwoch im Monat    
15.00 – 16.30 Uhr        Weinhof/Ecke Am Kalkberg,    Gemeindehaus Kath. Kirche

Klein Niendorf
4. Montag im Monat    
15.00 – 16.30 Uhr    
An der Trave 60,
Gemeindezentrum

Südstadt
3. Montag im Monat    
14.30 – 16.00 Uhr    
Matthias-Claudius-Weg 4,     Begegnungsstätte,
Propsteialtenheim

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