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Private Spende ermöglicht Sprachunterricht für Flüchtlinge

Wazir Ibrahim, Aliye Taji und Masoumeh Mussa freuen sich über den Sprachunterricht bei Sarang Aria in Dersau. Basses-Blatt-Gründer Jürgen von Basse machte diesen mit einer Spende möglich. Foto: ohe

Dersau (ohe). Vor zwei Jahren sind Wazir Ibrahim, Aliye  Taji und Masoumeh Mussa aus Afghanis­tan geflohen. Heute leben sie in Dersau. Wazir Ibrahim arbeitet dort in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb. Masoumeh Mussa hat einen Job als Erntehelferin auf dem Gut Stockseehof. Dabei haben beide in ihrer Heimat keine Schule besucht und sprechen nur wenige Worte deutsch. Aliye Taji war der Schulbesuch nur teilweise möglich.
Die Analphabetisierung ist ihr Problem. „Deshalb haben sie keinen Anspruch auf einen Sprachkursus“, erklärt Roswitha Richter, die sich mit anderen ehrenamtlich um Flüchtlinge in Dersau kümmert. Auf dem Gut Stockseehof nahm Masoumeh Mussa mit anderen Flüchtlingen an dem Gartenwettbewerb „Little Gardens“ während der Messe „Park & Garden“ teil. Roswitha Richter begleitete sie bei der Preisverleihung und kam mit Basses-Blatt-Gründer Jürgen von Basse ins Gespräch.
Ganz spontan beschloss Jürgen von Basse, den Flüchtlingen zu helfen. 2.000 Euro spendete er, um den Geflohenen den Sprachunterricht zu ermöglichen. Seit Ende August unterrichtet der Lehrer und Dolmetscher  Sarang Aria aus Kiel die  kleine Gruppe von Asylbewerbern. „Die Kursteilnehmer sind sehr fleißig, pünktlich und froh mit ihrem Lehrer“, sagt Roswitha Richter. Neun Stunden wöchentlich drücken sie im Dorfgemeinschaftshaus die Schulbank.
„Das Niveau der Schüler ist sehr unterschiedlich“, sagt Sarang Aria. Er fördert daher jeden Schüler individuell mit speziellen Aufgaben. Am Mittwoch lernten alle gemeinsam die Wochentage und Zeiten.
„Deutsch ist für uns sehr wichtig“, sagt Aliye Taji. Aufgrund ihrer geringen Sprachkenntnisse hat sie bislang keinen festen Job gefunden.
Sarang Aria will den Kursus für weitere Flüchtlinge öffnen. Zuvor will er Wazir Ibrahim, Aliye  Taji und Masoumeh Mussa aber auf ein höheres Sprachniveau bringen. „Die anderen sprechen schon besser deutsch“, erklärt Roswitha Richter.

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