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Palliativnetz Travebogen begleitete 1.302 Menschen

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Thomas Schell ist Geschäftsführer des Palliativnetzes Travebogen.

Lübeck (sl). Das Palliativnetz Travebogen hat im vergangenen Jahr insgesamt 1.302 schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet. Das ist ein Zuwachs von elf Prozent. Bei 98 Prozent der Patienten konnte dabei deren Wunsch erfüllt werden, in ihrem Zuhause zu versterben. Im Jahr 2017 unterstützte das Palliativ­netz noch 1.159 Menschen in den Kreisen Lübeck, Ostholstein, Stormarn und Segeberg.
„Die Akzeptanz bei Patienten, Angehörigen und Ärzten für unsere Arbeit wächst immer weiter“, sagt Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell. Hintergrund sei vor allem die verbesserte Lebensqualität für die Patienten durch die Behandlung von Schmerzen, Hilfe bei psychischen Problemen und anderen belastenden Symptomen.
Alleine im Raum Lübeck (Region Ost) begleitete Travebogen im vergangenen Jahr insgesamt 587 Menschen (2017: 529). Im Kreis Stormarn (Region Süd) versorgte das Netz 228 Patienten (2017: 163), in Bad Segeberg und Umgebung (Region Nord) 201 Menschen (2017: 148) und rund um Kaltenkirchen (Region West) 209 Patienten (2017: 205). Darüber hinaus übernahm der Travebogen im vergangenen Jahr für 77 Patienten die ärztliche Begleitung im Lübecker Hospiz der Vorwerker Diakonie. Die Beratungsambulanz im Palliativnetz Travebogen betreute zusätzlich 105 Patienten und stellte mit ihrem niederschwelligen Angebot eine erste wichtige Anlaufstelle für Betroffene dar.
„Die Begleitung von Palliativpatienten ist eine wichtige Größe in der Unterstützung der Angehörigen, die manchmal rund um die Uhr für die Versorgung der Betroffenen verantwortlich sind“, erläutert Schell. Aber auch die Entlastung für Hausärzte und Kliniken, die die Patienten verlässlich in die häusliche Betreuung entlassen können, würde eine wichtige Rolle spielen. „Dabei nehmen wir einen deutlich wachsenden Bedarf wahr“, betont Schell, der in Lübeck zurzeit gemeinsam mit der Vorwerker Diakonie, der Lübecker Hospizbewegung und dem ambulanten Kinderhospizdienst Die Muschel das erste Hospiz-und Palliativzentrum in Schleswig-Holstein plant. Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung sind die vier Kooperationspartner aktuell auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück.

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