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Neversdorfer beklagen katastrophale Postzustellung: „Bei uns kommt nichts an“

von Gerald Henseler

Wenn Matthias Wohld in seinen Briefkasten schaut, ist dieser meistens leer. Nur alle zwei Wochen steckt ein dicker Stapel Briefe und Zeitschriften darin. Foto: ohe

Neversdorf (ohe). Gabi Wohld ist sauer. „Die Postzustellung in Neversdorf ist katastrophal. Bei uns kommt nichts mehr an. Wir haben eine kleine Firma und Rechnungen erhalten wir meistens nach der ersten Mahnung. Fernsehzeitschriften erhalten wir, wenn wir Glück haben, wenn das Programm schon gesendet wurde. Beschwerden bei der Post oder Bundesnetzagentur blieben leider ergebnislos“, schreibt sie an Basses Blatt.

Auf ganz Neversdorf trifft das nicht zu. Wohl aber auf die Straße Schiebrockstraße, Uhlendörp, Blökken und Thorkoppel am Ortsrand. Mehrmals hat Gabi Wohld den Postboten im Ort schon abgefangen und ihn nach ihrer Post gefragt. Doch der hatte diese nie dabei. Gabi Wohld vermutet, dass er die an vielen Tagen gar nicht zugeteilt bekommt. „Wenn der Reklamezettel in jeden Briefkasten stecken muss, schafft er die Tour nicht“, glaubt Gabi Wohld. Bekommt Gabi Wohld doch einmal Post, dann ist das immer gleich ein dicker Stapel. „Wenn Rechnungen dabei sind, ist es immer zu spät, um noch Skonto ziehen zu können“, sagt Matthias Wohld. Die Lieferanten seiner Firma hat er daher gebeten, die Rechnung per E-Mail zu senden.Lieber hätte er sie nach wie vor in Papierform, um sie wie gewohnt abheften zu können.

Stefan Laetsch, Pressesprecher der Deutsche Post DHL Group, erklärt das so: „Wir hatten leider kurzfristige Personalausfälle und haben dazu aufgrund der Vorweihnachtszeit sehr hohe Sendungsmengen. Tageweise hatten wir auch neue Kräfte im Einsatz, die noch nicht so viel Erfahrung haben. Diese Gründe haben zu wenigen Rückständen in der Zustellung geführt. Das sollte jetzt aber wieder in gewohnter Zuverlässigkeit klappen.“

Matthias und Gabi Wohld widersprechen dieser Darstellung. Sie versichern, dass die Post seit ungefähr einem Jahr nicht mehr regelmäßig verteilt wird. „Ich verlange gar nicht, dass der Postbote täglich kommt“, sagt Matthias Wohld. Er fordert aber, dass ein Inlandsbrief ihn innerhalb von fünf Tagen erreicht. Wenn Gabi Wohld auf den Briefstempel schaut, liegen durchschnittlich zwölf Tage zwischen Stempeldatum und Einwurftermin.

Auch die Werbesendung des Hagebaumarktes erreichte die Wohlds zu spät. Das Rabattangebot war bis zum 27. November gültig. Die Karte lag erst am 28. Dezember im Briefkasten. Etwas schneller schafft das der kleine Konkurrent Nordbrief. Der lokale Postdienstleister stellt die Briefe nach Erfahrungen der Wohlds pünktlich zu.

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