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300.000 Euro Fördergelder von Bund und Land

Nächster Sanierungsabschnitt beginnt im Frühjahr 2020

von Gerald Henseler

Staatssekretär Dr. Oliver Grundei und der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann überreichten die Förderbescheide zur Kirchensanierung an Ulrike Egener, Annette Weinbrenner und Propst Erich Faehling. Foto: ohe

Bornhöved (ohe). Der nächste Bauabschnitt bei der Sanierung der Vicelinkirche in Bornhöved kann beginnen. Im nächsten Frühjahr sollen die Bauarbeiter anrücken. Staatssekretär Dr. Oliver Grundei überreichte den Pastorinnen Ulrike Egener und Annette Weinbrenner jetzt zwei Förderbescheide. 250.000 Euro bekommt die Kirchengemeinde vom Bund, 50.000 vom Land Schleswig-Holstein als Zuschuss zur Kirchensanierung.
Fehler bei den Sanierungsarbeiten im Jahr 2001 machen die erneute Restaurierung nötig. Damals verwendete die Baufirma ungeeignete Materialien. Das führte zur Treibmineralbildung. Die Wände wölben sich daher und brechen auf. „Wir müssen die Wände öffnen, die Feldsteine herausholen, reinigen und neu aufsetzen“, erklärte Ulrike Egener bei einer Feierstunde in der Kirche. Im anstehenden Bauabschnitt sollen die Reste der Nordwand sowie die Südwand saniert werden. Die Kosten dafür schätzt Ulrike Egener auf 640.000 Euro. „Das Geld haben wir jetzt zusammen“, freut sich die Pastorin. Dazu beigetragen haben viele engagierte Kirchenmitglieder mit ihren Aktionen. Damsdorfs Bürgermeisterin Beatrix Klüver schlug Ulrike Egener bereits die nächste Spendenaktion vor. Sie möchte steinerne Herzen zugunsten der Kirchensanierung verkaufen.
Die Kirchengemeinde Bornhöved hofft, dass die Jakobikirche zum 875. Geburtstag der Kirche im Jahr 2024 vollständig saniert ist. Dazu ist ein weiterer Bauabschnitt nötig. Die Kosten dafür liegen nochmals bei gut 600.000 Euro. Obwohl dies Geld noch fehlt, hat Ulrike Egener noch weitere Pläne. „70 Zentimeter unter dem Altarraum liegen die Fundamente der ersten Missionskapelle“, sagt Ulrike Egener. Die Grundmauern dieses Bau aus dem Jahr 980 sind noch erhalten. Ulrike Egener träumt davon, dieses freizulegen und sichtbar zu machen. „Wir könnten als Fußboden dann eine Glasplatte einziehen“, so Egener. „Wer solche Ideen hat, ist auf dem richtigen Weg“, meint Propst Erich Faehling.

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