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Nach Straßenfest rollt der Verkehr wieder in der Wakendorfer Straße

von Katja Lassen

Bürgermeister Holger Fischer zeigt es: Mit einem Straßenfest am Freitag, 31. August, ab 15 Uhr soll die Wakendorfer Straße in Nahe eingeweiht werden. Nach mehr als zwei Jahren Bauarbeiten rollt dann wieder der Verkehr über die L75. Foto: kf

Nahe (kf). Die Sperrung der viel befahrenen Wakendorfer Straße (L75) in Nahe ist für alle Beteiligten zu einer wahren Geduldsprobe geworden. Zwei Jahre und zwei Monate mussten sich die Autofahrer fast täglich einen neuen Weg bahnen, da mögliche Alternativ-Routen teilweise zeitgleich gesperrt wurden. Das ohnehin schon starke Verkehrsaufkommen auf der B432 wurde zusätzlich verstärkt. Nicht selten kam es zu Staus im Berufsverkehr.
Jetzt ist ein Ende abzusehen. Nach der morgendlichen Bauabnahme am Freitag, 31. August, soll es ab 15 Uhr zwischen B432 und der Kreuzung an der Dorfstraße noch ein Straßenfest geben. Andreas Kühnast vom ortsansässigen Rewe-Markt sponsert eine Musikbühne.  Tanzvorführungen ab 17 Uhr, eine Kindesdisco mit Musik vom DJ (18 bis 19.30 Uhr) sowie eine Schlagerparty ab 20.30 Uhr mit Special Guest Dieter Grimm sorgen für Stimmung.  Es wird Kaffee und Kuchen, Getränke und Grillwurst geben und es werden eine Hüpfburg und Zelte mit Sitzgelegenheiten aufgebaut. Ein Angebot, das Bürgermeister Holger Fischer dankend annahm, auch wenn das Öffnen der Straßensperre sehnsüchtig erwartet wird und das Straßenfest nicht bei jedermann auf Verständnis stößt.
Ursprünglich waren die Bauarbeiten an der Landesstraße, die im Juli 2016 starteten, für eine Dauer von 16 Monaten geplant. Unter Absprache mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV), sollten die Straßendecke sowie die Entwässerungsrohre und Schmutzwasserleitungen für die Haushalte in vier ineinander übergehenden Abschnitten erneuert werden. Es kam zu Teilsperrungen. Ging der erste Bauabschnitt noch recht zügig voran, kam es dann aber zu erheblichen Verzögerungen, weil der Untergrund stark lehmig war und eine Schottertragschicht unter die Rohre aufgebracht werden musste. Dann war der Boden belastet. Abflussleitungen an der Kreuzung Dorfstraße /L75 lagen anders, als in der Zeichnung dargestellt. Das Gleiche galt für eine Gashochdruckleitung, die beim Bau dann auch beschädigt wurde. Versorger, die im Fußweg liegen sollten, lagen in der Straße überall verstreut und auch nicht tief genug. Hinzu kam in 2017 der viele Regen. Im Straßenbau gibt es viele Aufträge aber auch Fachkräftemangel. So wird an vielen Baustellen gleichzeitig gearbeitet oder eben auch nicht. Für Anwohner eine Zumutung, da sie über einen langen Zeitraum nur schlecht oder gar nicht erreichbar waren. Gewerbetreibende haben starke Einbußen verkraften müssen.
Jetzt geht es aber in den Endspurt. Abwassersiele wurden bereits eingefasst, die Straßenlaternen erneuert, jetzt werden letzte Grenzsteine gesetzt, bevor dann die Fahrbahnmarkierungen auch für den Fahrradbegleitstreifen vorgenommen werden. Nach den Aufräumarbeiten soll der Verkehr dann wieder rollen. Im Frühjahr starten dann die Reparaturarbeiten an den Ausweichstraßen Twiete, Im Busch, Lüttdörp, Dorfstraße und Hüttkahlen. Im November sollen die Arbeiten beim Kreisverkehr in der Dorfstraße abgeschlossen sein.

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