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Virtuelles 3D-Modell der Stadt Segeberg

Museum sucht Sponsoren für virtuellen Stadtrundgang

von Silvie Domann

Hoffen auf Sponsoren (v.li.): Museumsleiter Nils Hinrichsen, Schirmherr und Bürgermeister Dieter Schönfeld und VHS-Vorsitzender Manfred Quaatz. Foto: sd

Bad Segeberg (sd). Zeitreisen haben schon immer die Fantasie der Menschen angeregt. Museumsleiter Nils Hinrichsen arbeitet gerade an der Umsetzung einer solchen in das Segeberg um 1600.
In Zusammenarbeit mit der Hafen-City-Universität Hamburg gestaltet Hinrichsen ein neues Geschichtsprojekt, ein virtuelles 3D-Modell der Stadt Segeberg um 1600 soll entstehen. Das Museum und die Marienkirche gibt es bereits als 3D-Modell. Nun sind die übrigen Gebäude in Arbeit: unter anderem 212 Bürgerhäuser, der Klosterkreuzgang, das östliche Stadttor, Palais, Pyramide und Obelisk von Rantzau und einiges mehr. Ist das Stadtmodell fertig, soll daraus ein virtueller Stadtrundgang entstehen. Mit einer Virtual-Reality-Brille kann dann Segeberg in der Renaissance erkundet werden. Die etwa 2,5 Kilometer lange Route durch den Flecken Gieschenhagen ist dann mit einigen Schritten dank der virtuellen Welt erlebbar.
Historiker Hinrichsen hat recherchiert, wie die Stadt in der Renaissance ausgesehen haben kann. Auch die Lage der einzelnen Gebäude hat er ermittelt. So lag zum Beispiel das landwirtschaftliche Vorwerk der Siegesburg dort, wo sich heute das Amtsgericht befindet. Auch das Aussehen des Backhauses des Augustiner-Chorherrnstiftes und seine Lage hat er zuordnen können. „Es lag auf der heutigen Backofenwiese, deshalb auch der Name des Platzes“, so Hinrichsen.
Die Zeichnungen verarbeitet Uni-Mitarbeiter Simon Deggim (Abteilung Photogrammetrie und Laserscanning) zu einem 3D-Modell. Damit das Projekt voranschreiten kann, werden nun Sponsoren gesucht. Die  Ansiedlung um 1600 hat Hinrichsen in die einzelnen Bauwerke unterteilt. Die Erstellung am Computer für jedes Gebäude kann gespendet werden. Während ein Spender für 50 Euro eine der 13 Rantzauschen Buden am Kleinen Segeberger See entstehen lassen kann, kostet der Kreuzgang des Klosters 2.000 Euro. „Doch auch Teilbeträge sind möglich“, so Hinrichsen. Nicht nur auf der Homepage des Museums sind die Spender aufgelistet, auch im virtuellen Rundgang wird es einen Hinweis auf die Sponsoren geben. Bürgermeister Dieter Schönfeld ist Schirmherr des Projektes. „Die Erfolgsgeschichte des Museums wird mit diesem Projekt fortgeführt“, betont Schönfeld.
Wer an dem Geschichtsprojekt teilnehmen möchte, lernt einiges über die  Vergangenheit der Stadt. Auf der Homepage des Museums hat Hinrichsen kleine  Infotexte zu den zu sponsernden Gebäuden geschrieben. Die  Entstehung des 3D-Modells ist somit zu einem Geschichtsbuch geworden, das mithilfe einer VR-Datenbrille im kommenden Jahr lebendig werden kann.
Weitere Informationen unter „Segeberg 1600“ auf der Museumswebseite  www.museum-badsegeberg.de.

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