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Museum Segeberger Bürgerhaus öffnet mit einer Sonderausstellung

von Dirk Marquardt

In einem Raum des Bürgerhauses sollen künftig Sonderausstellungen präsentiert werden. Aktuell ist dort eine Ausstellung mit dem Titel „Juden in Segeberg“ von Axel Winkler zu sehen. Manfred Quaatz will mehr Abwechslung durch die zusätzlichen Themen bieten.

Bad Segeberg (mq). Mit einigen Neuerungen geht das Museum Segeberger Bürgerhaus nach der coronabedingten Pause wieder an den Start. Zehn Ehrenamtliche des Fördervereins der Museumsfreunde haben seit Januar an der Ausstellung in Bad Segeberg (Lübecker Straße 15) gearbeitet. Bis Ende Juni ist zunächst freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. „Für die Zeit danach hoffen wir auf weitere Lockerungen“, sagt Manfred Quaatz.

Dann wird auch die neue hauptamtliche Museumsleiterin aktiv sein, die der Förderverein demnächst präsentieren wird. Sie kommt aus Bad Segeberg und ist Historikerin. Mehr wollte Manfred Quaatz nicht verraten.

Die neue Museumsleiterin wird eine Ausstellung vorfinden, die sich in Teilen verändert hat. So ist die Eingangshalle übersichtlicher gestaltet worden, auch in anderen Zimmern wurde Platz geschaffen und die Präsentation von einigen Exponaten geändert. Neu ist ein Zimmer, das auf das Leben von Heinrich Rantzau eingeht. Der Amtmann von Segeberg und Statthalter des dänische Königs wird in seiner Bedeutung für Bad Segeberg deutlich gemacht.

Zum neuen Konzept gehören künftig wechselnde Sonderausstellungen. „Wir wollen Bewegung ins Haus bringen, den Menschen immer neue Anreize bieten, das Museum zu besuchen“, sagt Manfred Quaatz. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Juden in Segeberg“ von Axel Winkler, die bis Ende Juni zu sehen sein wird. „Schade, dass wir die Eröffnung dieser Ausstellung nicht vor mehr Öffentlichkeit präsentieren konnten“, sagt Manfred Quaatz.

Anschließend wird die Geschichte der Karl-May-Spiele präsentiert. „Es haben sich schon viele Freunde der Karl-May-Spiele aus ganz Deutschland gemeldet, die nach Bad Segeberg kommen wollen, obwohl die Vorstellungen ausfallen“, sagt Hans-Werner Baurycza. Denen möchte das Museum etwas bieten. „Auch die Geschäfte in der Innenstadt wollen wir einbinden und bieten Material an, das gezeigt werden kann“, sagt Manfred Quaatz. Die Kalkberg GmbH hat ihre Unterstützung signalisiert.

In der Zukunft möchte der Förderverein auch mehr Schüler im Museum betreuen. „Die Kinder sollen wissen, dass es einmal ein Burg in Bad Segeberg gab“, sagt Hans-Werner Baurycza. Die künftige Leiterin soll ein Konzept erarbeiten, das sich speziell an das junge Publikum wendet.

Aktuell dürfen sich wegen der Hygienevorschriften übrigens nur sechs Besucher gleichzeitig im Museum aufhalten. Eintritt wird aus hygienischen Gründen derzeit nicht erhoben. „Aber das Spendenschwein wartet“, hofft Manfred Quaatz darauf, dass die Besucher einen freiwilligen Beitrag entrichten.

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