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Mütter wünschen sich mehr Unterstützung nach der Geburt

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Bad Segeberg (em). Die ers­ten Wochen und Monate nach der Geburt sind für alle Mütter eine besondere Herausforderung. Die Organisation „Wellcome“ hilft, wenn kein eigenes Netzwerk aus Familien und Freunden vorhanden ist, das in dieser Zeit unterstützen kann. Auch in Bad Segeberg und Bad Oldesloe gibt es seit 2003 einen Wellcome-Standort.
Die größte Herausforderung für frischgebackene Eltern: Der große Stress und die Müdigkeit in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt. Das zeigt eine Forsa-Umfrage, die „Wellcome“ gemeinsam mit Pampers durchgeführt hat. Gut, wenn den Eltern in dieser Zeit Familie und Freunde unter die Arme greifen können. Doch fast die Hälfte der Befragten hätte sich mehr Unterstützung gewünscht – selbst, wenn ihnen die eigene Familie oder eine Hebamme zur Seite stand. Was in diesen Fällen fehlt, ist vor allem das Wissen um Unterstützungsangebote: 40 Prozent der befragten Eltern sind nicht informiert, dass es gemeinnützige Unterstützung gibt und wo Angebote zu finden sind. In Bad Segeberg erhalten Eltern Informationen in einem durch die Frühen Hilfen im Kreis Segeberg erstellten Wegweiser für Schwangere und junge Familien, der im Evangelischen Bildungswerk und in vielen anderen sozialen Beratungsstellen erhältlich ist. Persönliche Beratung und Unterstützung bieten „Wellcome“-Koordinatorin und Elternberaterin Birgit Mütze und ihre Kolleginnen Familienhebamme Angela Mau und Kinder- und Gesundheitskrankenschwester Simone Lietsche an, die  für die Frühen Hilfen im Kreis Segeberg, Region Ost, tätig sind.
„Wellcome“ ist moderne Nachbarschaftshilfe für Eltern: Ehrenamtliche helfen für ein paar Monate ein- bis zwei Mal pro Woche ganz praktisch im Alltag. Die Ehrenamtlichen helfen, so wie es sonst Familie, Freunde oder Nachbarn tun würden. Sie gehen mit dem Baby spazieren, damit die Mutter Schlaf nachholen kann, begleiten die Zwillingsmutter zu Arztbesuchen oder spielen mit den Geschwisterkindern. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite oder hören einfach zu.
In Bad Segeberg und Bad Oldesloe gibt es das Angebot von „Wellcome“ seit 2003 umgesetzt wird es in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk. Derzeit setzt sich das Team um Koordinatorin Birgit Mütze aus 20  Ehrenamtlichen zusammen. Allein im Jahr 2016 haben sie 28 Familien betreut und ihnen insgesamt 740 Stunden ihrer Zeit geschenkt.
„Die ,Wellcome’-Engel ent­las­ten die Familien und geben Bad Segeberg und Bad Oldesloe ein familienfreundliches Gesicht. Denn nur wenn es den Eltern gut geht, geht es auch den Kindern gut“, sagt Birgit Mütze, Koordinatorin Bad Segeberg und Bad Oldesloe.

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