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Möller-Bilder zeigen Bad Segeberg, wie es vor vielen Jahrzehnten aussah

von Dirk Marquardt

Die Lübecker Straße war ein beliebtes Fotoobjekt von Theodor Möller. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1930.

Bad Segeberg (mq). Im Leben von Theodor Möller spielte die Fotografie eine Hauptrolle. Der 1873 geborene Kieler, der später Lehrer wurde, wendete sich ab 1900 der Lichtbildnerei zu und erstellte in den folgenden Jahrzehnten unzählige Fotografien in ganz Schleswig-Holstein. Er gab Bücher heraus und widmete sich ab 1924 nach seiner Freistellung vom Schuldienst der Heimatforschung, Heimatpflege und der Fotografie zu.
4.615 Glasplatten und 1.934 Rollfilmaufnahmen vermachte Theodor Möller dem Landesamt für Denkmalschutz in Kiel, dort lagert das Material noch heute. Die Fielmann AG schenkte im Jahr 2011 der Kalkbergstadt 98 Aufnahmen von Bad Segeberg und Umgebung. Peter Zastrow zeigt 33 Bilder in einer Ausstellung, die jetzt im Bad Segeberger Rathaus (Lübecker Straße 9) zu sehen ist. „Theodor Möller hat mit seinen Fotos von Landschaften und Gebäuden gezeigt, wie sie sich unmerklich verändern. Er wollte dies den Leuten vor Augen halten, damit sie die Sachen bewahren“, sagt Peter Zastrow.
Möllers Ansichten aus Bad Segeberg beginnen im Jahr 1904 mit Aufnahmen vom Kalkberg. Viele Stadtansichten, das Kurhaus, der Große Segeberger See, die Rantzau-Kapelle und immer wieder die Lübecker Straße – durch die Bilder erhält der Betrachter einen realistischen Eindruck, wie es in Bad Segeberg vor Jahrzehnten aussah. Aber auch Aufnahmen aus der Umgebung sind zu sehen. Bilder aus Stipdorf, Högersorf, Klein Gladebrügge, Traventhal, Groß Rönnau, Warder, Pronstorf, Seedorf, Wensin, Todesfelde oder Wittenborn laufen auf einem Bildschirm.
Die Ausstellung im Rathaus läuft bis Freitag, 27. April, und ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie zusätzlich donnerstags von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen. Zusätzlich zu den Fotografien von Theodor Möller präsentiert Peter Zastrow Bücher rund um das Thema Segeberg. Eine kos­tenlose Broschüre bietet Erläuterungen zu den Aufnahmen.

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