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Lions Club Wahlstedt freut sich über große Geste aus den Niederlanden

von Dirk Marquardt

Wolfgang Storch freut sich über die große Geste der Schwestern Christina und Wemmie Elsenga. Die beiden Niederländerinnen spendeten dem Lions Club Wahlstedt 2.500 Euro.

Wahlstedt (mq). Im Jahr 1945 war am 8. Mai der zweite Weltkrieg in Deutschland beendet. Auch für Marten Elsenga war das ein besonderer Moment. Der junge Mann war 1943 aus den Niederlanden nach Deutschland verschleppt worden und wurde als Zwangsarbeiter in einer Molkerei eingesetzt. Gewohnt hat der  bei Kriegsende 21-Jährige damals bei Erich und Leni Storch, Eltern des Wahlstedters Wolfgang Storch.

Seinen Töchtern Christina und Wemmie aus dem niederländischem Drachten erzählte der 1973 verstorbene Marten Elsenga immer wieder, wie gut er in der Zeit in Malchow von der Familie Storch behandelt wurde und dass sie ihm auf dem Weg in die Heimat geholfen haben. „Dafür haben meine Eltern ein Fahrrad zur Verfügung gestellt“, sagt Wolfgang Storch. Viele Jahre später finden Christina und Wemmie Elsenga über einen Malchower Cousin von Wolfgang Storch dessen Telefonnummer heraus. Sie nehmen Kontakt auf, besuchen das Gründungsmitglied der Wahlstedter Lions im April 2019 in Wahlstedt und freunden sich an.

„Es war für uns ein besonderes Treffen für uns“, schreiben Christina und Wemmie Elsenga am 8. Mai im einem Brief an den Lions Club Wahlstedt. „Aus gegenseitigem Respekt und Dankbarkeit danken wir Wolfgangs Eltern und haben nach einer Möglichkeit gesucht, das zu zeigen“, schreiben sie weiter. Da ihr Vater selbst Mitglied im Lions Club Drachten war, entschlossen sie sich, die Wahlstedter Lions zu unterstützen und überwiesen 2.500 Euro.

„Wir haben Holland überfallen und Menschen verschleppt und dann kommt solch eine große Geste“, ist Wolfgang Storch tief berührt von der Spende. „Das ist ein enormer Betrag in einer Zeit, in der uns die Einnahmen fehlen“, freut sich auch Schatzmeister Horst Kornelius über den unerwarteten Geldsegen, der 75 Jahre nach Kriegsende einging.

Zwar hat der Lions Club im am 30. Juni ablaufenden Vereinsjahr mehr als 9.400 Euro an zahlreiche Einrichtungen gespendet (siehe Auflistung), doch die abgesagten Veranstaltungen wie das Fest der Nationen und das Benefizkonzert im Kleinen Theater reißen ein Loch in die Kasse. „Diese Summe von 9.400 Euro ist schon eine Hausnummer“, sagt Vizepräsident Alexander Kühn, der am 1. Juli die Nachfolge der derzeitigen Präsidentin Manuela Teutsch antreten wird. Aktuell hat der Club 16 Mitglieder.

Für Horst Kornelius ist klar, dass auch bei weniger Einnahmen das Projekt Klasse 2000 in der Helen-Keller-Schule auf jeden Fall voll unterstützt wird. „Egal, was passiert“, sagt Kornelius. Denn in den vergangenen Jahren wurde gut gewirtschaftet, so dass noch ein kleines Polster vorhanden ist.

 

Spenden der Lions im Jahre 1019/2020

772,90 Euro für den Defibrillator in der Raiffeisenbank Leezen

805,77 Euro für die Wahlstedter Kindertagesstätten

250 Euro für die Tafelaktion von Rewe

250 Euro für den ASB-Vorlesehund

662,65 Euro für einen Kühlschrank für das Jugendzentrum Wahlstedt

800 Euro für die bundesweite Lions Deutschland Campain;

750 Euro für das Technische Hilfswerk (THW) für die Hilfe beim Benefizkonzert

2.860 Euro für das Projekt Klasse 2000 an der Helen-Keller-Schule

750 Euro für die kleine Arche in Wahlstedt

500 Euro für den Wildpark Eekholt

500 Euro für die Falknerei Damm im Erlebniswald Trappenkamp

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