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Hof Viehbrook übernimmt Bewirtschaftung des Wildtiergeheges im Erlebniswald

Leckeres vom Hirsch

von Gerald Henseler

Stephan Mense, der Leiter des Erlebniswaldes, freut sich über die Kooperation mit Christian Rahe und seiner Frau Kirsten Voß-Rahe (v.li.)vom Hof Viehbrook. Fotos: ohe

Daldorf (ohe). Die Wildtiere sind bei den Besuchern des Erlebniswaldes Trappenkamp beliebt. Das zeigte sich am vergangenen Wochenende auch an der Vielzahl von Menschen, die gesammelte Eicheln und Kastanien als Leckerbissen für Rot- und Damwild im Erlebniswald abgaben.

In einem 45 Hektar großen Gehege leben ein Rotwildrudel mit 20 Tieren und ein Damwildrudel mit 30 Tieren im Erlebniswald. Nachdem der Betreiber des Geheges vor drei Jahren in den Ruhestand ging, überlegte Stephan Mense, der Leiter des Erlebniswaldes, das Gehege zu verkleinern. Jetzt freut er sich, dass Kirsten Voß-Rahe und Christian Rahe, die Inhaber des Hofes Viehbrook in Rendswühren, die Betreuung des Geheges übernommen haben. Christian Rahe ist Landesvorsitzender des Verbandes landwirtschaftliche Wildhaltung. Auf dem Hof Viehbrook hält er  auf einem 7,5 Hektar großen Areal Gehegewild. „Wir vermarkten das Fleisch in unserem Restaurant und im Hofladen“, erklärt Kirsten Voß-Rahe. Dort wird bald auch Fleisch von Tieren aus dem Erlebniswald auf dem Tisch oder in der Theke landen.

Wild aus dem Gehege zu entnehmen ist wichtig. Ein zu hoher Besatz schadet dem Wald. Das erklären die Waldpädagogen bei ihren Führungen auch den Besuchern des Erlebniswaldes. Christian Rahe will den Wildtierbestand in des Gehege des Erlebniswaldes auf einem gleichbleibenden Niveau halten. In diesem Winter will er etwa 25 Tiere entnehmen.

Wildfleisch ist bei Verbrauchern beliebt. „Wir spüren eine verstärkte Nachfrage“, sagt Kirsten Voß-Rahe. Die Preise liegen zwischen 28 Euro (Keule) und 42 Euro (Filet).

Mit Futterraufen wollen Kirsten Voß-Rahe und ihr Mann Christian Rahe die Wildtiere vermehrt auf die Freiflächen locken. dann können Besucher des Erlebniswaldes die Tiere öfter zu Gesicht bekommen. Sie überlegen auch Futterautomaten an gut einsehbaren Plätzen zu installieren. Mit etwas Glück können Erlebniswaldbesucher jetzt die Brunft des Damwildes beobachten.

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