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Lange Tafel in Trappenkamp für mehr Inklusion

von Dirk Marquardt

Die Vorbereitungen für die „Inklusive Lange Tafel“ in Trappenkamp am 6. Mai laufen auf Hochtouren. Projektleiter Daniel Johannsen (v.li.), Harald Krille, Dr. Wolfgang Arnhold, Birgit Hansen und Wilfried Greiner hoffen auf viele Teilnehmer. Foto: mq

Trappenkamp (mq). Gespräche am gedeckten Tisch, ein nettes gemeinsames Essen, Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung und das Einbringen von Vorschlägen , wie man die Gemeinde weiter inklusiv gestalten kann – Gründe gibt es genügend, am Sonnabend, 6. Mai, die „Inklusive Lange Tafel Trappenkamp“ zu besuchen.  
Zum vierten Mal lädt das Netzwerk Inklusion Kreis Segeberg zu dieser Aktion ein. Nach der Premiere in Wahlstedt im Jahr 2014 folgten zwei Tafeln in Bad Segeberg. An den drei Veranstaltungen kamen insgesamt 2.500 Menschen zusammen. Für Trappenkamp hofft Projektleiter Daniel Johannsen auf 400 Besucher. Für so viele Teilnehmer ist die Lebenshilfe vorbereitet, denn jedem, der an der langen Tafel Platz nimmt, wird ein kostenloses Spaghetti-Essen mit Sauce serviert. Einzig Teller und Besteck sollte man mitbringen. Auch Getränke und Eis zum Selbstkostenpreis sind erhältlich. Livemusik mit dem Alleinunterhalter Frank Plagge, Mitmachaktionen und ein buntes Programm für Kinder sorgen für Abwechslung. So kümmert sich die Kindertagesstätte „Igelwiese“ mit Spielmobil, Hüpfburg, Schminken und Musik um die Kleinsten. Die Aktion dauert von 12 bis 15 Uhr.
„Wir fühlen uns nach den Erfolgen der ersten drei Tafeln ermuntern für diese Art der Bewusstseinsbildung“, sagt Dr. Wolfgang Arnhold, Koordinator des Netzwerks Inklusion Kreis Segeberg. Die Art der Veranstaltung komme an. „Wir wollen behinderte und nicht behinderte Menschen an einen Tisch bringen“, sagt Arnhold, der dankbar ist für die Unterstützung der Aktion Mensch. Die stiftet 5.000 Euro für die „Inklusive Lange Tafel“. Die 70 Meter lange Tischreihe wird vor der Kindertagesstätte „Igelwiese“ in der Goethestraße 6 aufgebaut und führt dann zum Parkplatz in der Königsberger Straße.
„Das ist ein spannendes Thema“, freut sich Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille, dass die „Inklusive Lange Tafel“ zu Gast in seiner Gemeinde ist. Wilfried Greiner  lobt die Entwicklung in Trappenkamp. „Man hat begriffen, wie notwendig das Thema Barrierefreiheit ist. Die Gemeinde setzt das bei den Baumaßnahmen um“, sagt der Vorsitzende des Sozialausschusses. „Für uns ist Inklusion Normalität. Die Kinder leben damit, dass jeder ist, wie er ist“, sagt Birgit Hansen, die Leiterin der Lebenshilfe-Kita „Igelwiese“.
Am Sonntag, 27. August, folgt die nächste inklusive Tafel in Bad Segeberg an der Seepromenade.

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