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Polizeistation in der Boostedter Landesunterkunft eingeweiht

Landespolizei schafft Ruhe, Sicherheit und bietet Hilfe

Indra Laschkowski, Jörg Steinhilb, Florian Reuß, Tatjana Ootes, Hans-Jürgen Peters, Lasse Sarau und Stationsleiter Nils Schröder (v.li.). Fotos: ohe

Boostedt (ohe). Ruhe, Sicherheit und Hilfe – dafür stehen die acht Mitarbeiter der Polizeistation in der Landesunterkunft in Boostedt. Mit den ersten Asylbewerbern zogen auch die Mitarbeiter der Landespolizei in die ehemalige Rantzau-Kaserne in Boostedt ein. Jetzt haben die Beamten auch eine richtige Polizeistation.
Innenminister Stefan Studt und  Landespolizeidirektor Ralf Höhs weihten die neue Polizeistation mit Mitarbeitern und Gästen ein. „Jetzt liegt unsere Station zentral und ist barrierefrei“, stellte Stationsleiter Nils Schröder heraus. Rund 600.000 Euro kostete der Umbau des ehemaligen Stabsgebäudes. Neben einem Eingang mit Schleusenfunktion bekam das Gebäude einen neuen Sanitärbereich, und wurde energetisch saniert. Zudem mussten Brandschutzmaßnahmen verbessert werden. Neu ist zudem der kameraüberwachte „sichere Raum“.
„Boostedt ist dankbar und stolz, dass die Landespolizei jederzeit Schutz für Flüchtlinge und Bürger bietet“, erklärte die stellvertretende Bürgermeisterin Helga Heine bei der Einweihungsfeier. Der Dienst der acht Landespolizisten unterscheidet sich kaum von dem in anderen Stationen. „Nur die Sprache ist anders“, sagt Nils Schröder. Er und seine Kollegen sprechen alle englisch. Wenn das nicht ausreicht, helfen Dolmetscher. „Hier streiten und vertragen sich die Menschen wie anderswo auch. Ab und zu wird auch einmal ein Handy geklaut“, schildert Schröder den Dienstalltag.

Beeindruckende Fotos schmücken die Wände

Die Fotografien von Tatjana Ootes schmücken die Wände der Polizeistation. Hier zeigt die Polizistin ihr Lieblingsbild.

Beim Rundgang durch die neue Polizeistation blieb Landespolizeidirektor Ralf Höhs immer wieder vor den Bildern stehen. „Das sind sehr beeindruckende Fotos“, lobte Höhs die Fotografien von  Tatjana Ootes. Die Polizeibeamtin hat besonders im Jahr 2015 viele Fotos von Asylsuchenden in der Boostedter Unterkunft gemacht. „Ich war mir sicher, dass das ein einmaliges Ereignis ist“, sagt die Hobbyfotografin. Im Gemeinschaftsraum der Polizeistation hängen zudem Bilder aus Syrien. Dorthin hatte Tatjana Ootes 2010 eine Reise übernommen.
Auf ihrem Lieblingsbild ist ihr Kollege Hans-Jürgen Peters mit einer verschleierten Flüchtlingsfrau zu sehen. „Damals war es bei uns wie in einer überfüllten Straßenbahn“, beschreibt Peters die Situation. Mit 2.054 Bewohnern hatte die Landesunterkunft im November 2015 ihre höchste Belegungszahl erreicht. Heute leben rund 400 Asylbewerber und ausreisepflichtige Ausländer in der Landesunterkunft.

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