Aktuelles
WKS schreibt Wettbewerb für Kommunikations- und Marketingkonzept aus

Kreis Segeberg soll eine Marke werden

von Dirk Marquardt

Geschäftsführerin Maike Moser und der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Grote stellten den Jahresbericht der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg vor. Foto: mq

Bad Segeberg (mq). Das Jahr der Neuausrichtung ist vorbei, die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS) schaut optimistisch in die Zukunft. „Ziel ist es, die Region Segeberg zu vermarkten und als Wirtschaftraum zu präsentieren“, sagt Hans-Joachim Grote. Der WKS-Aufsichtsratsvorsitzende zog zusammen mit Geschäftsführerin Maike Moser in den WKS-Räumen im Gebäude der VR Bank in der Kurhausstraße Bilanz. Dorthin ist die WKS am 1. September des vergangenen Jahres eingezogen und erhält am 1. April Verstärkung. Dann tritt Markus Trettin seinen Posten als Prokurist an.
Ansiedlungswilligen Unternehmen will die WKS Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen – jenseits vom Kirchturmdenken der Vergangenheit, als jede Kommune auf ihre eigenen Vorteile achtete. Man müsse die Lagegunst in der Metropolregion vor den Toren Hamburgs nutzen und den Interessenten neben den Städten auch die gesamte Region des Kreises Segeberg als lohnenswerten Wohn-, Wirtschafts- und Lebensraum präsentieren, so Hans-Joachim Grote.
Dabei kommt es immer mehr auf das Image des Kreises an. Deswegen sucht die WKS nach einem strategischen Kommunikations- und Marketingkonzept für den Kreis Segeberg. „Wir sind zuversichtlich, pfiffige Ideen zu erhalten“, sagt Hans-Joachim Grote. 30.000 Euro stehen dafür zur Verfügung, ab sofort können sich Agenturen bewerben. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 Euro und müssen ihre Kurzkonzept bis 5. April bei der WKS abgeben. Drei bis maximal fünf Agenturen dürfen dann im Mai ihren Vorschlag dem WKS-Aufsichtsrat präsentieren. Bis Ende Mai gibt es den Zuschlag, bis Ende August muss eine detaillierte Ausarbeitung mit mindestens drei konkreten Maßnahmen, die noch in diesem Jahr begonnen werden können. Nähere Infos erhält man unter www.wks-se.de.
Das Konzept soll auch das Tourismusmarketing einbeziehen. Tagestourismus und Geschäftsreisetourismus lassen sich mit Hamburg als Magnet gut verbinden. Paketlösungen mit Angeboten in der Hansestadt und dem Kreis Segeberg könnten den Erfolg bringen. Auch ein zentrales Touristikbüro als Anlaufstelle für alle Touristen kann sich die WKS vorstellen. Der Kreis Segeberg habe auf jeden Fall neben den Attraktionen wie Karl-May-Spiele, Erlebniswald Trappenkamp, Ariba in Norderstedt, Wildpark Eekholt und der Holstentherme in Kaltenkirchen noch Potential.

Gute Zahlen für den Kreis

Der Kreis Segeberg kann sich sehen lassen, die Zahlen sprechen für sich. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent sei ein Sockel erreicht, der kaum noch zu unterschreiten sei, sagt Maike Moser. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei seit 2011 um zehn Prozent gestiegen. Die Frauenquote liegt mit 56,2 weiter über dem Landes- und Bundesschnitt. Einzig das Minus bei den Neugründungen im Vergleich zu Gewerbeabmeldungen ragt negativ heraus. Hier deutet sich aber eine Trendwende an.                                            

Diesen Beitrag teilen:

Zurück