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Maler-Azubis des BBZ hatten viele Ideen für den Holunderweg

Kreative Verkehrsschilder sollen Schnellfahrer bremsen

von Dirk Marquardt

Viele kreative Ideen hatten die angehenden Maler, um mit Verkehrsschildern davor zu warnen, zu schnell zu fahren. Fachlehrer Ole Püschmann (hi.re.) hatte dieses Projekt initiiert. Fotos: mq

Bad Segeberg (mq). Als Karin Pätzold einen Anruf eines besorgten Anwohners aus dem Holunderweg erhielt, ergriff die stellvertretender Schulleiterin des Berufsbildungszentrums (BBZ) Bad Segeberg die Initiative. Der Holunderweg ist die Straße, die von der Efeustraße zum Parkplatz des BBZ führt. Mehr als 200 Pkw der Schüler stehen hier am Vormittag – und alle müssen durch die Anliegerstraße fahren. Erlaubt sind hier nur 30 Stundenkilometer.
„Die Anwohner haben bemängelt, dass hier viel zu schnell gefahren und zu wenig Rücksicht auf die Kinder genommen wird. Teilweise wird sogar gepöbelt“, sagte Karin Pätzold. Sie informierte alle Lehrer, um auf das Problem aufmerksam zu machen und die Schüler zu ermahnen,  im Holunderweg vorsichtiger zu fahren.
Ole Puschmann, Fachlehrer für die Maler-Auszubildenden, griff das Thema in seiner Klasse auf. Die Schüler entwarfen im Unterricht 15 verschiedene Motive für Verkehrsschilder, um die Schnellfahrer zu bremsen. „Da waren viele kreative Ideen dabei“, freute sich Ole Puschmann. In Absprache mit Hartmut Gieske vom Bad Segeberger Ordnungsamt wurde das Motiv von Halim Muliqi ausgewählt. Es diente als Grundlage für die vier Verkehrsschilder, die die Schüler jetzt eigenhändig im Holunderweg aufhängten. Die 500 Euro Herstellungskosten übernahm das BBZ.
Margot Wäsch sprach den Anwohnern aus dem Herzen, als sie die Aktion des BBZ lobte: „Das finde ich fantastisch, großer Beifall für das Engagement!“ Auch Karin Pätzold freute sich darüber, dass die Aktion gut bei den Bewohnern des Holunderwegs ankommt. „Wir sind ja Nachbarn und müssen gut auskommen. Ich bin dankbar für jeden Anruf, der uns auf solche Dinge hinweist.“

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